
Peking macht Druck: Wie sich China vor Taiwans Küste breitmacht
Peking macht Druck : Wie sich China vor Taiwans Küste breitmacht Von Jochen Stahnke 15.07.2026, 10:49Lesezeit: 6 Min. Ein Schiff der chinesischen Küstenwache, hier im Jahr 2023 im Südchinesischen Meer.dpaZwischen China...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Peking macht Druck : Wie sich China vor Taiwans Küste breitmacht Von Jochen Stahnke 15. 2026, 10:49Lesezeit: 6 Min. Ein Schiff der chinesischen Küstenwache, hier im Jahr 2023 im Südchinesischen Meer.
dpaZwischen China und Taiwan patrouilliert Pekings Küstenwache schon lange. Aber jetzt zeigt sie sich auch auf der anderen Seite der Insel. Probt China schon mal, die demokratische Republik unter „Quarantäne“ zu stellen?
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App An einem Tag im Juni fuhr ein Handelsschiff unter Singapurer Flagge in die Gewässer östlich von Taiwan. Das ist die vom Nachbar China abgewandte Seite. Daher staunte die Besatzung nicht schlecht, als sie nicht etwa taiwanischen Funk vernahm, sondern die Stimmen der chinesischen Verkehrsbehörden.
Mit ihrem leistungsstarken Funk nahmen mindestens vier Schiffe der chinesischen Seesicherheitsbehörde Kontakt zu mehreren internationalen Containerschiffen auf. Nach chinesischen Angaben wurden insgesamt 198 Schiffe befragt, die taiwanischen Behörden gaben mindestens drei Fälle bekannt. Die Seeleute wurden aufgefordert, ihren Herkunfts- und Zielort anzugeben, wahrscheinlich auch Informationen zur Ladung.
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Weitgehend unbemerkt von der Weltöffentlichkeit hat China so einen neuen Druckpunkt gegen Taiwan eröffnet. Peking schickt seine Schiffe zunehmend auch vor die östlichen Seegebiete Taiwans.
Was Experten sagen
Manche sprechen vom chinesischen Probelauf einer „weichen Quarantäne“ um Taiwan, mit der die demokratische Republik ohne eine Blockade oder ein formelles militärisches Manöver langsam stranguliert wird. Hinzu kommt: Für die Regierung in Taipeh ist das Gewässer östlich der Hauptinsel faktisch ihr strategisches Hinterland und ein entscheidender Korridor für Unterstützung aus dem Ausland, vor allem der USA. Dieser Text stammt aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
jetzt lesen China stellt diesen potentiellen Korridor zunehmend und tatkräftig infrage. Taiwans Chef des Nationalen Sicherheitsrats, Joseph Wu, sprach von einer „verdeckten Expansionspolitik“ Chinas. Hinzu kommt, dass chinesische Vermessungsschiffe vor Taiwans Ostküste Seewege, Gebiete mit Unterseekabeln und mögliche Unterwasserfahrrinnen für U-Boote kartographierten.
Man mag einwenden: Die chinesischen Behörden hielten die Handelsschiffe nicht auf. Aber das Regime nahm sich das Recht heraus, den Schiffsverkehr in der Nähe von Taiwan zu überwachen. Die chinesischen Behörden stellten sich als zuständige Autorität in dem Seegebiet dar.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





