
Plastikmüll: Einwegverpackungen vermüllen Meere und Küsten am stärksten
Untersuchung zu weltweiten Müllquellen Einwegverpackungen vermüllen Meere und Küsten am stärksten Millionen Tonnen Plastik landen jedes Jahr in der Umwelt – meist stammt es laut einer neuen Studie direkt aus unserem...
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Untersuchung zu weltweiten Müllquellen Einwegverpackungen vermüllen Meere und Küsten am stärksten Millionen Tonnen Plastik landen jedes Jahr in der Umwelt – meist stammt es laut einer neuen Studie direkt aus unserem Alltag. Das Forschungsteam warnt: Ohne Eingreifen an der Quelle lässt sich die Flut kaum stoppen. 07 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Plastikmüll an der Küste von Guatemala (Symbolbild) Foto: Josue Decavele / aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
Die Einzelheiten
War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Rund 20 Millionen Tonnen Plastik landen jedes Jahr in der Umwelt – und dabei vom Festland über Flüsse bis in die Meere und Ozeane.
Hier gefährdet der Müll Ökosysteme und ganze Küstenregionen. Eine englische Studie hat nun gezeigt, was genau die Gewässer eigentlich vermüllt. Die größten Verschmutzer der Meere sind demnach keine seltenen Industrieabfälle oder Fischernetze, sondern vor allem kurzlebige Einwegprodukte aus dem Alltag:An erster Stelle steht laut der Studie Plastik aus dem Lebensmittel- und Getränkebereich.
In 93 Prozent der untersuchten Länder gehören Lebensmittelverpackungen, Plastikflaschen sowie Verschlüsse und Deckel zu den drei häufigsten Müllarten. Dahinter folgen Plastiktüten mit 39 Prozent sowie Zigarettenreste mit rund 38 Prozent. 34 Prozent des gefundenen Mülls stammen aus der Seefahrt und Fischereiindustrie.
Was Experten sagen
»Wir wissen, dass das Problem riesig ist, aber nicht, welche spezifischen Produkte die Hauptschuldigen auf globaler Ebene sind«, sagte Richard Thompson, Mitautor der Studie von der University of Plymouth. Ohne dieses Wissen sei es schwierig, konkrete Maßnahmen gegen das Müllproblem zu finden. Denn die Abfallwirtschaft allein sei dazu nicht in der Lage, so die Forschenden.
Ähnliche Muster in vielen LändernFür die Analyse hat die internationale Forschungsgruppe mehr als 350 Studien ausgewertet. Man habe Strandmüll in 112 Ländern berücksichtigt, in denen zusammen 86 Prozent der Weltbevölkerung leben. Das Team konzentrierte sich auf größere, eindeutig identifizierbare Kunststoffgegenstände.
Mikroplastik, das oft erst durch den Zerfall dieser Produkte entsteht, wurde nicht berücksichtigt. Mehr zum Thema Gefährlicher Plastikmüll: Auf der Jagd nach Geisternetzen in der Ostsee Von Maria Herbst, Mathis Schneider und Jonathan Miske (Animationen) Konflikt mit EU: Capri-Sun kämpft für Rückkehr zum Plastikstrohhalm – aber zu wenige machen mit Historische Einigung: Dieses Uno-Abkommen könnte unsere Ozeane retten Von Anika Freier und Alina Schadwinkel Die Forscher und Forscherinnen fanden heraus, dass es weltweit keine großen Unterschiede zwischen den Arten des Mülls gibt. Die wirtschaftliche oder geografische Lage eines Landes hatte demnach wenig Einfluss.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





