
Polen gedenkt der Opfer von ukrainischem Massaker im Zweiten Weltkrieg
Geschichtsstreit zwischen Kyjiw und Warschau Polen gedenkt der Opfer von ukrainischem Massaker im Zweiten Weltkrieg Polen und die Ukraine haben sich über ihre gemeinsame Geschichte zerstritten. Am Gedenktag für die...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Geschichtsstreit zwischen Kyjiw und Warschau Polen gedenkt der Opfer von ukrainischem Massaker im Zweiten Weltkrieg Polen und die Ukraine haben sich über ihre gemeinsame Geschichte zerstritten. Am Gedenktag für die 120. 000 polnischen Zivilisten, die im Zweiten Weltkrieg von ukrainischen Nationalisten ermordet wurden, kommen aus Warschau auch versöhnliche Töne.
52 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Polens Präsident Nawrocki beim Gedenken an den Blutsonntag in Radruz: Weigerung, die Opfer zu vergessen Foto: Darek Delmanowicz / EPA aufklappen Automatisch erstellt mit KI.
Die Einzelheiten
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positiv bewerten negativ bewerten Wie in jedem Jahr am 11. Juli hat Polen den »Gedenktag für die Opfer des Massakers von Wolhynien und anderer Verbrechen ukrainischer Nationalisten« begangen. Dieses Mal war die Veranstaltung von einem frisch aufgeflammten Geschichtsstreit mit den ukrainischen Nachbarn überschattet.
Der nationalkonservative polnische Präsident Karol Nawrocki sagte bei einer Gedenkveranstaltung in Radruz an der Grenze zur Ukraine: »Wir weigern uns, die 120. 000 Polen – Zivilisten, Frauen und Kinder, die von ukrainischen Nationalisten brutal ermordet wurden – in Vergessenheit geraten zu lassen. Juli 1943 griffen Partisanen der Ukrainischen Aufstandsarmee (UPA) in Wolhynien und Ostgalizien (heute Westukraine) mehr als 100 polnische Dörfer an.
Was Experten sagen
Die Massaker kosteten bis 1945 Zehntausenden Polen und Juden das Leben. Der sogenannte Blutsonntag, an den der Gedenktag in Polen erinnert, bildete den Höhepunkt einer Welle von Morden an der polnischen und jüdischen Zivilbevölkerung. Dass die damaligen Täter in der Ukraine heute als Helden verehrt werden, weil sie später gegen die Sowjetunion kämpften, sorgt seit Wochen für neue Unstimmigkeiten zwischen den beiden engen Verbündeten.
Polens Präsident Nawrocki hatte im Juni seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj den höchsten Orden Polens aberkannt. Anlass dafür war gewesen, dass Selenskyj einer Armee-Einheit den Beinamen »Helden der UPA« als besondere Ehrung verlieh. In Polen sorgte die Verklärung der UPA für Empörung.
In der Ukraine hingegen rief die Aberkennung des Ordens Unmut hervor. Mehrere ukrainische Politiker gaben aus Verärgerung ebenfalls ihre polnischen Auszeichnungen zurück. Tusk: Erinnerung darf nicht dem Hass dienenDer polnische Ministerpräsident Donald Tusk, der sich um eine Verständigung mit den Ukrainern bemüht, kündigte in einer Videobotschaft auf der Plattform X die Errichtung einer Gedenkmauer mit einer »ewigen Flamme« an.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





