
Portugal: Französisches Paar wegen Verdacht auf Kindesaussetzung in Untersuchungshaft
Vorfall in Portugal Französisches Paar wegen Verdacht auf Kindesaussetzung in Untersuchungshaft Weinend standen ein vier- und ein fünfjähriger Junge am Straßenrand. Die Mutter der Kinder und ihr Lebensgefährte sind nun...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Vorfall in Portugal Französisches Paar wegen Verdacht auf Kindesaussetzung in Untersuchungshaft Weinend standen ein vier- und ein fünfjähriger Junge am Straßenrand. Die Mutter der Kinder und ihr Lebensgefährte sind nun in U-Haft. Ihm wird neben Kindesaussetzung auch gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.
48 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Polizeiwagen mit Verdächtigen an Bord: In U-Haft genommen Foto: Filipe Amorim / Im Fall der zwei französischen Kinder, die mutmaßlich in Portugal ausgesetzt wurden, hat ein Richter übereinstimmenden Medienberichten zufolge Untersuchungshaft für die Mutter und den Stiefvater angeordnet.
Die Einzelheiten
Die beiden Franzosen seien dringend der Kindesaussetzung verdächtig, habe der zuständige Richter António Fialho am Gericht der Stadt Setúbal mitgeteilt. Die Mutter und ihr Lebensgefährte kommen aus Colmar im Elsass nur wenige Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Das Paar aus Frankreich war am Donnerstag festgenommen worden.
Ihm wird vorgeworfen, die Jungen im Alter von vier und fünf Jahren allein in einem Wald zurückgelassen zu haben. Der 55-Jährige wird nach Angaben des Gerichts überdies wegen »gefährlicher Körperverletzung« an einem der Kinder beschuldigt. Die beiden Franzosen waren bereits am Freitag mehrere Stunden lang in Setúbal vernommen worden.
Die 41-jährige Mutter firmiert im Internet als Sex-Therapeutin. Bei dem Mann soll es sich portugiesischen Medienberichten zufolge um einen früheren französischen Polizisten handeln, der wegen Depressionen aus dem Dienst ausgeschieden sei. Die portugiesische Rundfunkanstalt RTP berichtete, die Mutter der Kinder habe er »vor einigen Monaten« kennengelernt.
Was Experten sagen
Mehr zum Thema Mutmaßliche Aussetzung: Mutter von in Portugal verlassenen Kindern soll vor Haftrichter Die französische Zeitung »Le Parisien« schrieb, der ehemalige Gendarm sei 2010 wegen Belästigung und Gewalt gegen die Mutter seiner Tochter zu neun Monaten Haft mit einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Auf seiner Facebook-Seite habe er verschwörungstheoretische und antisemitische Inhalte gepostet. RTP und die Zeitung »Correio da Manha« berichteten unter Berufung auf Quellen in der portugiesischen Nationalgarde der Republik (GNR), die Mutter und der Stiefvater hätten sich während eines Gefangenentransports abgesprochen, vor Gericht eine psychische Störung geltend zu machen.
Das habe ein Polizist gehört, der die beiden Franzosen während der Fahrt am Freitag bewachte. Während die Mutter vor Gericht geschwiegen habe, sei der Stiefvater eher kooperativ aufgetreten. Das Gericht in Setúbal äußerte sich zunächst nicht zu diesen Berichten.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




