
Prag: Oberstes Gericht ordnet Übergabe von einem Gramm Mondstaub an die Akademie der Wissenschaften an
Von sowjetischen Sonden gesammelt Familie einer Wissenschaftlerin muss ein Gramm Mondstaub herausgeben Niederlage vor dem Obersten Gericht: Die Familie einer Wissenschaftlerin in Tschechien muss privat aufbewahrten...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Von sowjetischen Sonden gesammelt Familie einer Wissenschaftlerin muss ein Gramm Mondstaub herausgeben Niederlage vor dem Obersten Gericht: Die Familie einer Wissenschaftlerin in Tschechien muss privat aufbewahrten Mondstaub an die Akademie der Wissenschaften in Prag aushändigen. 23 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (2 Minuten) 2 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.
com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Mondstaub als kostbares Gut: Sowjetische Sonden des Luna-Programms hatten das Material gesammelt Foto: Slavek Ruta / ZUMA Wire / dpa aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier. War die Zusammenfassung hilfreich?
Die Einzelheiten
Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Bei der Familie einer Wissenschaftlerin lagerte jahrzehntelang Mondstaub. Nun muss sie den Staub an die Akademie der Wissenschaften in Prag übergeben, die auf Herausgabe geklagt hatte und nun vom Obersten Gericht recht bekommen hat.
Dass der Mondstaub überhaupt bei der Familie war, fiel auf, weil diese eine Exportgenehmigung als Kulturgut für das Material beantragt hat, womöglich, um es im Ausland an Sammler zu verkaufen. Sowjetische Mond-Sonden des Luna-Programms hatten das Material in den Siebzigerjahren gesammelt. Wie aus dem Urteil hervorgeht, handelt es sich um rund ein Gramm an Mondgesteinsfragmenten sowie ein Gramm Mondstaub, der in 16 Ampullen und Probenbehältern aufbewahrt ist.
Forschungsreise in die SowjetunionDie Tochter der Wissenschaftlerin hatte argumentiert, niemand in der Akademie habe das Material in mehr als 30 Jahren vermisst. Die Richter stellten allerdings fest, dass die Wissenschaftlerin die Mondproben auf einer Forschungsreise in die Sowjetunion als Vertreterin der Akademie der Wissenschaften entgegengenommen hatte – und nicht als Privatperson. Dazu wurden Zeugen befragt und Dokumente wie Reiseberichte aus der damaligen Zeit gesichtet.
Was Experten sagen
Der Forscherin müsse angesichts ihrer Stellung klar gewesen sein, dass die Proben »in keinem Fall in ihren Besitz« gekommen sind, hieß es. Mondstaub und Mondgestein, die zur Erde gebracht wurden, befinden sich fast ausnahmslos in staatlichem Eigentum. Vor knapp neun Jahren wurde einmal ein Beutel mit einem Rest Mondstaub in New York für umgerechnet etwa 1,6 Millionen Euro versteigert.
Mit dem Täschchen hatte der 2012 gestorbene Astronaut Neil Armstrong im Jahr 1969 Steinproben vom Mond zurückgebracht. Mehr zum Thema Material vom Roten Planeten: Ein Mann in Göttingen wartet schon jetzt auf Proben vom Mars Ein Interview von Julia Köppe Astronomie: »Vieles von dem, was wir Weltraumschrott nennen, ist nicht von uns« Von Marco Evers Mission »Moonfall«: Die Nasa möchte einen Drohnenschwarm zum Mond schicken Von Christoph Seidler Im Mai hat die Nasa aktualisierte Pläne für das US-Mondprogramm vorgestellt. Schon 2028 könnten demnach Drohnen dort ein Territorium abstecken.
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