
Präsidentenwahlen: Frankreich will wieder an sich glauben
Präsidentenwahlen : Frankreich will wieder an sich glauben Von Michaela Wiegel, Paris 05.07.2026, 20:45Lesezeit: 4 Min. Édouard Philippe mit mehr als 5000 Sympathisanten am Sonntag in ParisAFPIn Frankreich werden die...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Präsidentenwahlen : Frankreich will wieder an sich glauben Von Michaela Wiegel, Paris 05. 2026, 20:45Lesezeit: 4 Min. Édouard Philippe mit mehr als 5000 Sympathisanten am Sonntag in ParisAFPIn Frankreich werden die Weichen für den Wahlkampf gestellt.
Édouard Philippe stellt sich als Alternative zu Rechts- und Linkspopulisten vor. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Unter den mehr als ein Dutzend französischen Präsidentenanwärtern ist Édouard Philippe der Einzige, der passabel Deutsch spricht. Aber davon erfahren die gut 5200 Sympathisanten in der Adidas Arena in Paris erstmal nichts.
Die Einzelheiten
Bei der ersten Wahlkundgebung des 55-jährigen Politikers am Sonntagnachmittag dreht sich alles um Frankreich, auch wenn im Saal Trikolore- und Europaflaggen geschwenkt werden. In den kommenden Tagen werden die Weichen für die Präsidentenwahlen am 18. Das Pariser Berufungsgericht entscheidet am Dienstag, ob die Veruntreuung öffentlicher Gelder durch Marine Le Pen ihre Unwählbarkeit nach sich zieht.
In erster Instanz hatte das Strafgericht den Entzug des passiven Wahlrechts für fünf Jahre verhängt, mit sofortiger Vollstreckung. Sollte Le Pen nach dem Urteil der Berufungsrichter nicht antreten dürfen, steht der Parteivorsitzende Jordan Bardella bereit. Beide Rechtspopulisten ziehen als haushohe Umfragefavoriten in das Präsidentenrennen.
Der Kandidat der Linkspartei La France Insoumise (LFI), Jean-Luc Mélenchon, liegt Philippe in den Umfragen mit seinem antikapitalistischen, europafeindlichen Programm auf den Fersen. Aber damit will sich der Mitte-Rechts-Kandidat und ehemalige Premierminister (2017 bis 2020) nicht abfinden. Deshalb hat sich der Bürgermeister der Hafenstadt Le Havre entschlossen, zum Auftakt der entscheidenden Woche ins Rampenlicht zu treten.
Was Experten sagen
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Abgrundtiefe Verschuldung beenden„Ich weigere mich zu akzeptieren, dass wir nur die Wahl zwischen zwei Formen der Wut, zwischen zwei Lügen, zwischen zwei Sackgassen haben“, sagt er mit Blick auf die erstarkten Parteien vom rechten und linken Rand. Als erster der Kandidaten stellt er die „abgrundtiefe Verschuldung“ Frankreichs in den Mittelpunkt.
Er will die Staatsfinanzen in Ordnung bringen, die Ausgaben senken und eine Rentenreform stemmen. „Der Rassemblement National wird Ihnen erzählen, dass alles die Schuld der Ausländer, Europas, der Reichen und der Faulenzer ist“, sagt er. Bardella gebe vor, sich dem Liberalismus, Europa, Kapitalismus und vielleicht sogar einer Rentenreform zugewandt zu haben.
Der RN sei voller Widersprüche, gebe sich im Norden sozial, im Süden liberal. Bardella bezeichne sich selbst als Sprachrohr der einfachen Leute auf dem Land, genieße aber das Jetset-Leben in Monte Carlo, stichelt Philippe.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





