
Rebellion der Piusbrüder: Ein Schisma, an das Rom selbst nicht glaubt
Rebellion der Piusbrüder : Ein Schisma, an das Rom selbst nicht glaubt Ein Kommentar von Christian Geyer 01.07.2026, 15:20Lesezeit: 2 Min. Exkommunikationen kommen und gehen: Bischof Alfonso de Galarreta (Mitte) auf dem...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Rebellion der Piusbrüder : Ein Schisma, an das Rom selbst nicht glaubt Ein Kommentar von Christian Geyer 01. 2026, 15:20Lesezeit: 2 Min. Exkommunikationen kommen und gehen: Bischof Alfonso de Galarreta (Mitte) auf dem Weg zur Bischofsweihe der Piusbrüder am 1.
Juli im schweizerischen EcôneFoto „Kehrt um! “: Vor den unerlaubten Bischofsweihen richtet der Papst einen letzten Appell an die Piusbrüder. Deren Generalobere kontert mit Sarkasmus – und entlarvt die Logik des Vatikans als widersprüchlich.
Die Einzelheiten
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Jedenfalls gewitzt ist die Antwort, die der Generalobere der Piusbrüder, Davide Pagliarani, dem Papst auf dessen Last-minute-Appell vor den Bischofsweihen („Kehrt um! Der Tenor dieser Antwort: Rom sieht uns als Schismatiker an, wenn wir die vom Heiligen Stuhl nicht erlaubten, aber sakramental gültigen Bischofsweihen vollziehen. Wir selbst jedoch haben keine schismatischen Absichten, wir verstehen uns als Teil der Römischen Kirche, gestern, heute und in Ewigkeit.
„Fern liegt uns der Gedanke, uns von der Römischen Kirche zu trennen“, so führt der Generalobere aus. „Im Gegenteil, wir wollen ihr mit außergewöhnlichen Mitteln dienen, gleich einer Mutter in Bedrängnis, die einer besonderen, nicht von allen verstandenen Hilfe bedarf. Ich bin jedoch gewiss“, fährt Pagliarani nicht ohne sarkastischen Unterton fort, „dass der Heilige Vater dies zu verstehen vermag.
Der Heilige Stuhl hat bewiesen, dass er sehr komplexe Situationen zu verstehen vermag und sich Zeit zu nehmen weiß. “ „Vergessen als Modus der Lehrentwicklung“Komplex ist das seit einem halben Jahrhundert schwelende Verhältnis zwischen Rom und den Traditionalisten tatsächlich. So wie die Piusbrüder die Tradition vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil enden lassen (in ihren programmatischen Glaubensschriften wird kein Papst seit den Sechzigerjahren des vorigen Jahrhunderts mehr zitiert), so gehört „Vergessen als Modus der Lehrentwicklung“ zur Strategie des römisch-katholischen Lehramts, wie der Münchner Theologe Michael Seewald vor Jahren in einem Aufsatz erläuterte.
Was Experten sagen
Ehemals verbindliche, aber inzwischen als unpassend empfundene Lehren werden demnach nicht förmlich widerrufen, sondern durch Beschweigen ausgemustert. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Genau dieses Verfahren nennen die Piusbrüder traditionsvergessen.
Sie bringen ihrerseits Traditionsbestände in Stellung, ohne diese mit dem Aggiornamento des Zweiten Vatikanum abzugleichen. Der Wiener Theologe Jan-Heiner Tück hält in seinem aktuellen Buch „Ausverkauf des Konzils“ der Piusbruderschaft deshalb einen eingefrorenen Traditionsbegriff vor.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




