
Rechtsrisiko begrenzen: Warum Bayer das Glyphosatgeschäft ausgliedert
Rechtsrisiko begrenzen : Warum Bayer das Glyphosatgeschäft ausgliedert Von Jonas Jansen 02.07.2026, 18:44Lesezeit: 4 Min. Wird jetzt von einem neuen Unternehmen vertrieben: das glyphosathaltige Unkrautvernichtungsmittel...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Rechtsrisiko begrenzen : Warum Bayer das Glyphosatgeschäft ausgliedert Von Jonas Jansen 02. 2026, 18:44Lesezeit: 4 Min. Wird jetzt von einem neuen Unternehmen vertrieben: das glyphosathaltige Unkrautvernichtungsmittel Roundup, das sich Bayer mit der Monsanto-Übernahme eingekauft hatAFPDer Dax-Konzern gründet eine eigenständige Tochtergesellschaft, die das Geschäft um das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel steuert.
Dahinter steckt eine Strategie. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer gliedert sein Glyphosatgeschäft in Amerika in ein neues Unternehmen aus. Die Tochtergesellschaft Ruveon bleibt Teil des Konzerns und hat ihren Sitz ebenfalls in St.
Die Einzelheiten
Louis im Bundesstaat Missouri, wo auch der amerikanische Saatgutkonzern Monsanto herkommt, den Bayer einst für 63 Milliarden Dollar übernommen hat. Die Ausgliederung habe das Ziel, „das Geschäft optimal auf die spezifischen Anforderungen des US-Marktes auszurichten“, teilte Bayer mit. Das Glyphosatgeschäft in anderen Ländern bleibt weiterhin Teil der klassischen Agrarsparte des Leverkusener Konzerns.
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Mit dem Schritt will Bayer die Rechtsrisiken rund um das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel weiter eindämmen. Der Vorstandsvorsitzende Bill Anderson hatte angekündigt, das Risiko bis Ende des Jahres „signifikant zu reduzieren“.
Die Trennung des Glyphosatgeschäftes könnte man auch als ein Signal in Richtung der Investoren verstehen, dass dieser Bereich vom restlichen Kern Bayers unabhängig wird. Was wiederum für die Bewertung der Aktie relevant sein könnte und es dem Unternehmen erleichtert, sich schneller von Glyphosat zu trennen, falls das nötig werden sollte. In den Rechtsstreitigkeiten rund um die angeblich krebserregende Wirkung von Glyphosat hatte Anderson in der Vergangenheit schon mehrfach damit gedroht, Glyphosat in den USA vom Markt zu nehmen, wenn es keine sichere Perspektive gebe, um das Mittel zu vertreiben.
Was Experten sagen
Das Pflanzenschutzmittel kommt allerdings sonst nur aus China in die USA, was zu Abhängigkeiten führen könnte. Anderson spielt die Karte der Versorgungssicherheit schon lange offensiv aus und hat die Landwirte hinter sich. Auch Trump findet Glyphosat wichtigUnd auch den Präsidenten der Vereinigten Staaten: So hatte Donald Trump per Dekret glyphosatbasierte Pflanzenschutzmittel als elementar für die nationale Sicherheit eingestuft.
Dadurch werden die Produktion und der dafür notwendige Abbau von Phosphatgestein im „Defense Production Act“ aufgenommen. Dieser verpflichtet die heimische Industrie, Güter für die nationale Verteidigung oder für andere Engpässe zu priorisieren und zu produzieren. Das gibt Glyphosat eine ganz neue Bedeutung.
Andererseits gibt es in den USA auch jenseits der Rechtsrisiken für Bayer Herausforderungen rund um Glyphosat. Der Patentschutz ist längst abgelaufen, und der Preisdruck aus Asien ist hoch.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





