
Reformpläne der Koalition: So hat die Rentenpolitik eine Chance
Reformpläne der Koalition : So hat die Rentenpolitik eine Chance Ein Kommentar von Dietrich Creutzburg, Berlin 29.06.2026, 11:19Lesezeit: 2 Min. Die Rentenkommission hat vorgelegt: Bundeskanzler und Arbeitsministerin...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Reformpläne der Koalition : So hat die Rentenpolitik eine Chance Ein Kommentar von Dietrich Creutzburg, Berlin 29. 2026, 11:19Lesezeit: 2 Min. Die Rentenkommission hat vorgelegt: Bundeskanzler und Arbeitsministerin bei der Übergabe des Reformkonzepts.
dpaOb Rente mit 63, Mütterrente oder Haltelinie – alle verbindet eins: Sie kosten enorme Summen, aber höchstens Bruchteile kommen bei denen an, die es brauchen. Die Koalition kann es jetzt besser machen. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die sozialrechtliche Sonderregel, die Union und SPD 2014 unter dem griffigen Namen „Rente mit 63“ beschlossen haben, steht exemplarisch für die größten rentenpolitischen Irrwege der vergangenen fünfzehn Jahre.
Die Einzelheiten
Es lässt sich allenfalls darüber streiten, welche Maßnahme aus dieser Zeit den ersten Preis in diesem Negativwettbewerb verdient. Mit dabei sind die Anhebungen der Mütterrente und die „Rentenniveau-Haltelinie“. Letztere bezeichnet das Ausschalten des demographischen Lastenausgleichs zwischen den Generationen.
Alle drei stehen für eine Rentenpolitik, die nicht nur enorme Mehrausgaben verursacht hat, ohne sich um deren Finanzierung zu scheren; zusammengerechnet summieren sie sich bald auf mehr als 30 Milliarden Euro pro Jahr – was etwa dem Umfang von zwei Beitragssatzpunkten entspricht. Vor allem aber verbindet alle drei die Eigenschaft, dass sie das Geld der Beitrags- und Steuerzahler nicht zielgenau, sondern aufreizend verschwenderisch verteilen. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.
bei Google bevorzugen Teuer, aber alles andere als zielgenauZwar mögen einige Bezieher der abschlagsfreien Frührente zum Bild vom alternden Dachdecker passen, das der „Rente mit 63“ zum Durchbruch verhalf. Aber es haben auch Millionen andere profitiert; während manche Dachdecker nicht auf die nötigen 45 Beitragsjahre kamen. Ähnlich die Mütterrente, die im Zweifel der sprichwörtlichen Zahnarztgattin mehr hilft als einer durch Kindererziehung in tatsächlich ärmliche Verhältnisse geratenen Seniorin; deren Rente wird im Zweifel mit der Grundsicherung verrechnet.
Und die „Haltelinie“, oft als Rezept gegen Altersarmut gepriesen, stockt vor allem die höheren Renten langjährig beschäftigter Facharbeiter und gut verdienender Angestellter spürbar auf.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




