
Rom will aus Tierschutzgründen Pferdekutschen durch Taxis ersetzen
Tierschutz Rom will Pferdekutschen durch Taxis ersetzen Gerade bei den aktuell extrem hohen Temperaturen kritisieren Tierschützer den Einsatz von Pferdekutschen. Immer wieder kollabieren die Tiere auf offener Straße. In...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Tierschutz Rom will Pferdekutschen durch Taxis ersetzen Gerade bei den aktuell extrem hohen Temperaturen kritisieren Tierschützer den Einsatz von Pferdekutschen. Immer wieder kollabieren die Tiere auf offener Straße. In Rom zieht man jetzt Konsequenzen – schrittweise.
18 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Pferdekutsche in Rom Foto: Viliam.
Die Einzelheiten
M / Alamy / All mauritius images Rom will keine Pferdekutschen mehr in der Stadt fahren lassen. Nach Angaben der Zeitung »Corriere della Sera« treibt die Stadtverwaltung Pläne voran, die letzten verbliebenen Pferdekutschen im historischen Zentrum durch Taxis zu ersetzen. Demnach sind von den einst zahlreichen »botticelle« inzwischen nur noch 16 Betreiber übrig, die eine Umwandlung ihrer Lizenz in eine Taxigenehmigung bislang ablehnen oder hinauszögern.
Rom setze nun auf eine Mischung aus Anreizen und Druck. Die Stadt prüft dem Bericht zufolge derzeit, ob über Sponsoren der Kauf von Autos finanziert werden kann, die den Kutschern künftig als Ersatz für die Pferdekutschen dienen sollen. Ziel sei es, den Umstieg attraktiver zu gestalten und gleichzeitig den traditionellen Kutschbetrieb schrittweise zu beenden.
Tierschutzorganisationen sollen demnach schon Bereitschaft signalisiert haben, bei der Suche nach Autos behilflich zu sein. Rom kündigt strengere Kontrollen anDer Einsatz der Kutschen ist vor allem in den Sommermonaten stark eingeschränkt. Ab Temperaturen von mehr als 30 Grad gilt in der Regel ein Fahrverbot, erlaubt sind sie lediglich in den frühen Morgenstunden und am Abend.
Was Experten sagen
Tierschützer kritisieren den Betrieb seit Jahren als nicht mehr zeitgemäß und verweisen auf die Belastung der Tiere im dichten Verkehr sowie bei Hitze. Bild vergrößern Protest von Tierschützern im vergangenen Jahr in Rom Foto: Stefano Montesi / IMAGO Sollten sich die verbliebenen Kutscher trotz der in Aussicht gestellten finanziellen Unterstützung immer noch gegen den Umstieg zum Taxibetrieb entscheiden, will die Stadt den Druck durch strengere Kontrollen auf sie erhöhen. »Wir werden hinter jeder Kutsche eine Streife einsetzen, um Verstöße oder fehlende Quittungen zu kontrollieren«, sagte Patrizia Prestipino, Tierschutzbeauftragte von Rom, dem »Corriere della Sera«.
Auch in anderen Städten wird über Verbote von Pferdekutschen diskutiert. In Wien läuft aktuell eine Petition, die Hitzefrei-Regelung von 35 Grad Celsius auf 30 zu senken. Tierschützer kritisieren seit Langem, dass die Fiaker nicht mehr zeitgemäß seien.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




