
Rostock: Fabian verblutete nach sechs Messerstichen
Rostocker Mordprozess Fabian verblutete nach sechs Messerstichen Der achtjährige Jungen aus Mecklenburg-Vorpommern wurde laut Gutachten mit einem mehr als zehn Zentimeter langen Messer getötet. Brandbeschleuniger ließen...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Rostocker Mordprozess Fabian verblutete nach sechs Messerstichen Der achtjährige Jungen aus Mecklenburg-Vorpommern wurde laut Gutachten mit einem mehr als zehn Zentimeter langen Messer getötet. Brandbeschleuniger ließen sich am Fundort der Leiche nicht nachweisen. 57 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Angeklagte im Gerichtssaal des Landgerichts Rostock Foto: Jens Büttner / dpa Im Prozess um den Tod des achtjährigen Fabian haben vor dem Rostocker Landgericht ein Rechtsmediziner sowie ein Brandsachverständiger ihre Gutachten vorgestellt. Der Junge sei demnach im vergangenen Oktober mit sechs Messerstichen getötet worden.
Die Einzelheiten
Bei der Tatwaffe handelte es sich wohl um ein einschneidiges Messer mit einer 10 bis 15 Zentimeter langen und zwei Zentimeter breiten Klinge. Es seien keine Anhaltspunkte für eine Abwehr erkennbar. Der Leichnam des Jungen war im vergangenen Oktober von Sträuchern verdeckt an einem Tümpel bei Klein Upahl in Mecklenburg-Vorpommern entdeckt worden.
Oktober 2025 verschwunden und erst nach vier Tagen gefunden worden. Angeklagt wegen Mordes ist eine 30-jährige Frau, die bislang zu den Vorwürfen schweigt. Laut Anklage soll sie den Leichnam des Jungen mit flüssigem Grillanzünder überschüttet und in Brand gesetzt haben.
Am Fundort der Leiche habe er keine Reste von Brandbeschleunigern festgestellt, sagte ein Brandsachverständiger nun aus. Allerdings sei das nichts Ungewöhnliches, da sich Brandbeschleuniger je nach Menge, Witterung und Zeit verflüchtige und verdunste. Intensiv sei auch nach Zündmitteln wie Streichhölzern oder Feuerzeugen gesucht worden.
Was Experten sagen
Man habe aber nichts gefunden. Durch die »postmortale Hitzeschädigung« sei jedoch auch die Befunderhebung und -beurteilung erheblich erschwert worden, hieß es vom Rechtsmediziner. Er gehe davon aus, dass die tödlichen Messerstiche frontal ausgeführt wurden.
Die Angeklagte selbst war es, die am 14. Oktober die Polizei informierte und zum Fundort führte. Sie und eine Bekannte hatten damals angegeben, mit Hunden spazieren gewesen zu sein, als sie den leblosen Körper entdeckt hätten, wie ein Polizist am vergangenen Dienstag als Zeuge vor Gericht in Rostock sagte.
Beweisaufnahme findet öffentlich stattDie Schwurgerichtskammer hatte am Vormittag einen Antrag von Fabians Mutter auf Ausschluss der Öffentlichkeit für die Dauer des rechtsmedizinischen Gutachtens abgelehnt. Die Bilder von dem verbrannten Leichnam des Jungen seien bereits in den vorangegangenen Verhandlungstagen gezeigt worden und somit auch der Öffentlichkeit bekannt, sagte der Richter.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




