
Sachbuch über Stadt-Land-Entfremdung: Wer Misstrauen sät, erntet kein Staatsvertrauen
Stadt-Land-Entfremdung Wer Misstrauen sät, erntet kein Staatsvertrauen Die AfD feiert viele ihrer Erfolge auf dem Land. Wer das verändern will, sollte Landbewohnern zuhören. Der Sachbuchautor Andreas Möller hat genau...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Stadt-Land-Entfremdung Wer Misstrauen sät, erntet kein Staatsvertrauen Die AfD feiert viele ihrer Erfolge auf dem Land. Wer das verändern will, sollte Landbewohnern zuhören. Der Sachbuchautor Andreas Möller hat genau das getan.
Von Tobias Becker 21. 21 Uhr aus DER SPIEGEL 20/2026 Zur Merkliste hinzufügen X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.
Die Einzelheiten
com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Traktor vor der Skyline in Frankfurt am Main: Landlust oder Landfrust? Foto: Pat Meise / plainpicture Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen. Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet.
Das Land spielt kaum eine Rolle im öffentlichen Diskurs und wenn doch, dann entweder als romantisch verklärter Sehnsuchtsort, ein Schauplatz betulicher Vorabendserien – oder als Brennpunkt ganz eigener Art, ein ruraler Problembezirk, wenn man so möchte, in dem Ewiggestrige am Auto kleben wie an der Ölheizung, indem sie über die »Verspargelung« der Landschaft durch Windräder schimpfen und bedenkenlos Nitrate und Pestizide in die Natur spritzen, toxische politische Ansichten natürlich sowieso. Die Landlust vieler Städter ist deswegen groß, solange sich nur keine Landbewohner ins Bild schieben. Dann wird aus Landlust schnell Landfrust.
Klar, aber der Kulturkampf lebt von Übertreibungen. DER SPIEGEL 20/2026 Angriffsziel DeutschlandDie Cyberattacke auf vertrauliche Politikerchats versetzt Berlin in Alarm. Recherchen enthüllen, wie Putin seine Agenten für den Schattenkrieg ausbildet.
Was Experten sagen
Lesen Sie unsere Titelgeschichte, weitere Hintergründe und Analysen im digitalen SPIEGEL. Zur Ausgabe Mit Treckern durch die DiskursgräbenEin neues Sachbuch, »Die Unterschätzten«, vermisst die Diskursgräben zwischen Stadt und Land. Wie tief die sind, das zeigten die Bauernproteste vor zweieinhalb Jahren: Landwirte blockierten mit ihren Treckern die Straßen, bremsten also das Leben in den Städten aus, weil sie sich allzu oft von Städtern ausgebremst fühlten, weil sie es satthatten, dass der Takt ihres Lebens und ihrer Arbeit auf dem Land vermeintlich oder auch tatsächlich vorgegeben wird aus den Städten: von den Politikerinnen und Politikern in Berlin und Brüssel, von den Medienmenschen in Frankfurt, Hamburg, Köln und München.
Der Autor des Sachbuchs, Andreas Möller, hat selbst als Journalist für Deutschlandfunk Kultur gearbeitet, leitet seit 2015 aber die Kommunikation des Maschinenbauers Trumpf im baden-württembergischen Ditzingen. Die Kulturkampfrhetorik kontert er mit dem wohl wirksamsten Gegenmittel: persönlichen Geschichten, denn nur persönliche Geschichten, nur Nähe und Anschauung ermöglichen Empathie – und so ein Verständnis dafür, warum die einen den ach so fortschrittlichen Ansichten der anderen nicht in jedem Fall bedingungslos folgen wollen.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.



