
Schlafstätte Aufgelöst: Frankfurt sucht dringend Notquartier für 150 Obdachlose
Schlafstätte Aufgelöst : Frankfurt sucht dringend Notquartier für 150 Obdachlose Von Bernhard Biener , Monika Ganster 29.06.2026, 16:46Lesezeit: 4 Min. Geräumt: Die Bodenmarkierung in der U-Bahn-Station Eschenheimer Tor...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Schlafstätte Aufgelöst : Frankfurt sucht dringend Notquartier für 150 Obdachlose Von Bernhard Biener , Monika Ganster 29. 2026, 16:46Lesezeit: 4 Min. Geräumt: Die Bodenmarkierung in der U-Bahn-Station Eschenheimer Tor zeigt, wo bei voller Belegung Matten und Schlafsäcke für Obdachlose bereitgelegen haben.
Emil EichingerMorgens kam die Kündigung, am Nachmittag war die Notschlafstätte in der U-Bahnstation mitten in Frankfurt schon geräumt. Nun sucht die Stadt mit Hilfe des Katastrophenschutzes ein Quartier für 150 Menschen. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Neun Jahre lang konnten Obdachlose in der B-Ebene der U-Bahnstation Eschenheimer Tor schlafen.
Die Einzelheiten
Meist im Winter, zuletzt auch in heißen Sommernächten. Doch nun hat die Verkehrsgesellschaft Frankfurt das Arrangement zum 30. September gekündigt, denn der Mietvertrag mit den Betreuern vom Frankfurter Verein für soziale Wohnstätten gilt nur für das Winterhalbjahr.
Wegen der „Gefahr für Leib und Leben“ müsse die Mietfläche jedoch sofort geräumt werden, was das Sozialdezernat vor enorme Herausforderungen stellt: „Wir müssen in Windeseile Schlafplätze für 150 Menschen organisieren“, sagt Dezernentin Elke Voitl (Die Grünen). In Krisensitzungen mit der Feuerwehr und dem Katastrophenschutz werde zurzeit nach anderen Übernachtungsmöglichkeiten gesucht. Denn das Angebot der Stadt an Obdachlose, nicht nur in kalten Winternächten, sondern auch im heißen Sommer dort Zuflucht zu finden, sei bis zuletzt rege genutzt worden.
Inzwischen sind die Temperaturen deutlich gesunken, doch schon für die nächste Woche erwarten Meteorologen wieder einen Anstieg auf mehr als 30 Grad. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Die VGF begründete ihre Kündigung mit dem Brandschutz.
Was Experten sagen
Die Notübernachtungsstätte in der Station Eschenheimer Tor, die seit 2018 genutzt wurde, sei für einen Dauerbetrieb neu bewertet worden. Dabei habe sich gezeigt, dass selbst ein kleiner Brand für die Obdachlosen gefährlich sei, weil die Station schnell verrauche. Außerdem seien viele von ihnen oft krank und könnten im Notfall nicht so schnell fliehen.
Die Notübernachtung sei vor acht Jahren von der Technischen Aufsichtsbehörde und dem Regierungspräsidium Darmstadt nur wegen der damals akuten Winternotlage genehmigt worden. Mittlerweile werde aber die B-Ebene fast ganzjährig genutzt. Ein Bild aus früheren Zeiten: Im Winter 2021 fanden Obdachlose an derselben Stelle ein Quartier für die Nacht.
dpaVon dem in Auftrag gegebenen Brandschutzgutachten, das die VGF als Grund für die Kündigung anführt, habe man im Sozialdezernat gewusst, sagt Voitl. „Aber der Hintergrund war, dass wir in der Station Umbaumaßnahmen geplant hatten, damit die Situation für alle erträglicher wird. “ Insofern sei die harte Wendung bis hin zu einer sofortigen Räumung für sie sehr überraschend gekommen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





