
Schleswig-Holstein: Landesregierung verstieß bei Northvolt gegen Informationspflicht
Insolventer Batteriezellhersteller Landesregierung von Schleswig-Holstein verstieß bei Northvolt gegen Informationspflicht Erfolg für FDP und SPD: Nach Ansicht des Landesverfassungsgerichts hat die schwarz-grüne...
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Insolventer Batteriezellhersteller Landesregierung von Schleswig-Holstein verstieß bei Northvolt gegen Informationspflicht Erfolg für FDP und SPD: Nach Ansicht des Landesverfassungsgerichts hat die schwarz-grüne Landesregierung in Kiel bei der Förderung einer Northvolt-Batteriefabrik ihre Informationspflicht missachtet. 18 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.
com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, vor Baubeginn der Northvolt-Fabrik (Archivfoto) Foto: Marcus Brandt / dpa Die Landesregierung von Schleswig-Holstein hat bei der Förderung für den Bau einer Northvolt-Batteriefabrik ihre Informationspflicht gegenüber Abgeordneten verletzt. Das hat das Landesverfassungsgericht entschieden. Geklagt hatten FDP und SPD.
Die Einzelheiten
Abgeordnete beider Fraktionen im Landtag fühlten sich im Vorfeld einer Parlamentsentscheidung nicht ausreichend über Risiken bei der Ansiedlung einer Batteriefabrik bei Heide informiert. Gerichtspräsident Christoph Brüning betonte in der Urteilsbegründung, die Regierung habe es versäumt, die Abgeordneten vor der entscheidenden Ausschusssitzung über Bedenken an der Gesamtfinanzierung des Vorhabens von Northvolt zu informieren. Das Gericht sei einstimmig zu der Einsicht gelangt, dass die Landesregierung nicht rechtzeitig über die Zweifel informiert habe.
Konkret ging es in dem sogenannten Organstreitverfahren um Informationen der Landesregierung an den Finanzausschuss des Landtags vor der entscheidenden Sitzung im Januar 2024. Damals machten die Abgeordneten einstimmig den Weg frei für eine Wandelanleihe von der staatlichen Förderbank KfW in Höhe von rund 600 Millionen Euro. Bund und Land bürgten für die Wandelanleihe jeweils zur Hälfte.
In einer Kabinettsvorlage vom Dezember 2023, welche die Abgeordneten zum Zeitpunkt ihres Votums nicht kannten, heißt es wörtlich: »Die Gesamtfinanzierung des Ansiedlungsvorhabens am Standort Heide ist nicht gesichert. Für die derzeitige Finanzierungslücke ist eine Fremdfinanzierung geplant, wobei gewisse Zweifel bestehen, dass ein Bankenkonsortium gefunden wird, sofern sich Northvolt hinsichtlich der Bereitstellung von Zahlen zu den wirtschaftlichen Verhältnissen und zum Projekt weiterhin sehr restriktiv verhält. « Verstoß gegen die HaushaltsordnungDie Fabrikpläne von Northvolt lösten in Schleswig-Holstein Hoffnung auf wirtschaftliche Impulse für das eher strukturschwache Dithmarschen aus.
Das schwedische Unternehmen wollte bei Heide rund 3000 Arbeitsplätze schaffen, Northvolt ging aber in Insolvenz. Mehr zum Thema Insolventer Batteriezellhersteller: Wird die Northvolt-Pleite Daniel Günther doch noch gefährlich?
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





