
Schulplatzvergabe: Woran das System krankt
Schulplatzvergabe : Woran das System krankt Ein Kommentar von Rainer Schulze 29.05.2026, 14:57Lesezeit: 2 Min. Begehrte Plätze: Einschulungsfeier für die fünften Klassen an einem Wiesbadener GymnasiumSamira SchulzDas...
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Schulplatzvergabe : Woran das System krankt Ein Kommentar von Rainer Schulze 29. 2026, 14:57Lesezeit: 2 Min. Begehrte Plätze: Einschulungsfeier für die fünften Klassen an einem Wiesbadener GymnasiumSamira SchulzDas System der Schulplatzvergabe in Hessen ist ungerecht und muss reformiert werden.
Andere Bundesländer machen vor, wie es geht. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Von „Lenkung“ spricht das Staatliche Schulamt, wenn es einem Viertklässler anstelle seiner Wunschschule eine andere weiterführende Schule zuweist. Das ist ein Euphemismus.
Die Einzelheiten
Die Schüler werden nicht gelenkt, sie werden gegen ihren Willen regelrecht verschickt. Zum Teil kilometerweit auf eine Schule, auf die sie nie gehen wollten. Allein in Frankfurt trifft es in manchen Jahrgängen jeden zehnten Schüler.
Es ist nicht nachvollziehbar, warum das Land Hessen an einem Übergangsverfahren festhält, das dysfunktional und ungerecht ist. Indem einzig der Elternwunsch bei der Schulplatzvergabe zählt und Leistung überhaupt keine Rolle spielt, werden die Gymnasien mit Anmeldungen geflutet und überbelegt. Dann entscheidet in Hessen das Los, wer einen Schulplatz bekommt.
Alle Schüler landen gleichberechtigt in einem Topf, egal ob sie lernschwach oder leistungsstark sind. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Das führt dazu, dass die Klassenbeste in der Grundschule unter Umständen leer ausgeht und weite Strecken zu einer weiterführenden Schule des gewünschten Bildungsgangs pendeln muss, während der Lümmel aus der letzten Bank auf das begehrte Gymnasium in der Nachbarschaft kommt.
Was Experten sagen
Welche Botschaft wird dadurch vermittelt? Du brauchst dich nicht anzustrengen, mit etwas Glück schaffst du es trotzdem aufs Gymnasium. Der Kultusminister ist gefragtIn einem System, in dem allein das Losglück entscheidet, lässt sich nicht verhindern, dass schwache Schüler den starken die Plätze wegnehmen.
Das ließe sich relativ leicht ändern. Man muss nur in andere Bundesländer schauen, in denen der Elternwunsch kombiniert wird mit anderen, objektiven Kriterien. Wer einen guten Notenschnitt und eine Empfehlung fürs Gymnasium hat, erhält Vorrang.
Durch das Bestehen von Aufnahmetests können es aber auch schwächere Schüler schaffen. So lässt sich auch verhindern, dass Schüler überfordert werden. Viele Eltern schicken ihr Kind nämlich aufs Gymnasium, obwohl die Grundschule diese Schulform nicht empfohlen hat.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





