
Schwalmstadt (Hessen): Spender erklärt, warum er Jugendlichen Freibad-Eintritt bezahlt
Schwalmstadt in Hessen »So etwas wie die große Freiheit« – anonymer Freibad-Spender erklärt seine Aktion Ein Mann gibt Tausende Euro aus, um alle Unter-16-Jährigen seiner Kreisstadt ins Freibad einzuladen. Nun äußert er...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Schwalmstadt in Hessen »So etwas wie die große Freiheit« – anonymer Freibad-Spender erklärt seine Aktion Ein Mann gibt Tausende Euro aus, um alle Unter-16-Jährigen seiner Kreisstadt ins Freibad einzuladen. Nun äußert er sich, warum er den Eintritt für Kinder und Jugendliche bezahlt. 48 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Schwimmer springt vom Sprungturm: In einer Kreisstadt in Nordhessen ist der Schwimmbadeintritt für Kinder und Jugendliche in diesem Jahr kostenlos Foto: Rolf Vennenbernd / dpa In Schwalmstadt in Nordhessen können Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren in den Sommerferien kostenlos ins Freibad gehen. Ihren Eintritt übernimmt ein anonymer Spender aus eigener Tasche.
Die Einzelheiten
Nun hat sich der Mann bei der dortigen Regionalzeitung, der »Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen« (HNA) gemeldet und erklärt, warum er für den Freizeitspaß einer ganzen Kreisstadt aufkommt. »Das Freibad war für uns als Schüler doch so etwas wie die große Freiheit«, sagte der Spender der HNA. Er wolle verhindern, dass der Zugang zum Bad von der finanziellen Situation der Familien abhängt.
Junge Menschen könnten dort sinnvolle, gesundheitsfördernde Freizeit erleben und »das Handy mal beiseitelegen«. Der Schwalmstädter besucht das Schwimmbad Ziegenhain offenbar selbst regelmäßig. Die Idee, erzählte er der Zeitung, sei ihm gekommen, als er nahezu allein seine Bahnen zog und an seine eigene Kindheit dachte.
Damals sei das Geld in seiner Familie oft knapp gewesen. 5000 Euro hinterlegtSeine Spendenaktion hat für bundesweites Aufsehen gesorgt. Reporterteams reisten ins Freibad, die Kommentare reichten von Begeisterung bis Rührung.
Was Experten sagen
Der Spender selbst sagt, die Aufmerksamkeit habe ihn überrascht und ihn kurzzeitig sogar verunsichert – er nutze soziale Netzwerke wie Facebook bewusst nicht. »Ich will mich nicht interessant machen«, sagte er der Zeitung zu Beginn des Gesprächs. Bürgermeister Tobias Kreuter nannte die Aktion ein »wunderbares Zeichen für den Zusammenhalt«, das besonders Familien zugutekomme, die diesen Sommer nicht verreisen könnten.
Als Sicherheit habe der Spender vorab bereits 5000 Euro hinterlegt, »damit niemand denkt, ich ziehe am Ende zurück«. Ein finanzielles Limit hat der Mann nicht gesetzt. Die Aktion gilt für die gesamte sechswöchige hessische Sommerferienzeit bis zum 9.
August; die Stadt hatte zuvor mit rund 15. 000 Euro Eintrittseinnahmen pro Saison kalkuliert. Für die kommende Saison denkt der Spender bereits über ein Saisonkartenangebot für Kinder und Jugendliche nach, insbesondere für jene, die sich aus finanziellen Gründen bislang seltener einen Freibadbesuch leisten konnten.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





