
Serbien: Trotz Rücktritts von Aleksandar Vučić halten Proteste an
Proteste in Serbien »Ich glaube, dass sein Rücktritt nichts ändern wird« Aleksandar Vučić hat angekündigt, demnächst das Präsidentenamt abgeben zu wollen. Beruhigt hat das die Stimmung im Land nicht. Am Sonntag gingen...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Proteste in Serbien »Ich glaube, dass sein Rücktritt nichts ändern wird« Aleksandar Vučić hat angekündigt, demnächst das Präsidentenamt abgeben zu wollen. Beruhigt hat das die Stimmung im Land nicht. Am Sonntag gingen erneut Tausende gegen Korruption und die Regierung auf die Straße.
44 Uhr 1 Min Zur Merkliste hinzufügen X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bereich Lesen Sie hier das Videotranskript aufklappen Die Proteste in Serbien reißen nicht ab.
Die Einzelheiten
Auch am Sonntag gingen Tausende Menschen gegen die Regierung auf die Straße – nur einen Tag nach der Rücktrittsankündigung von Präsident Aleksandar Vučić. Doch viele Demonstrierende glauben nicht an einen echten Machtwechsel. Demonstrant: »Es würde mich nicht überraschen, wenn der Präsident zurücktritt, aber sicherlich nicht aus politischer Klugheit heraus, sondern ich bin mir sicher, dass dahinter ein vorab vorbereitetes Theaterstück steckt, um seine Amtszeit zu verlängern.
«Demonstrantin: »Ich glaube, dass sein Rücktritt nichts ändern wird, solange sich nicht die Regierung und die gesamte politische Landschaft, die in unserem Land seit über dreißig Jahren besteht, ändern. «Die Proteste in Serbien dauern bereits seit mehr als anderthalb Jahren an. Auslöser war der Einsturz eines Bahnhofsvordachs im November 2024, bei dem 16 Menschen starben.
Inzwischen geht es jedoch nicht mehr nur um die Aufarbeitung des Unglücks, sondern vor allem um die Korruption im Land und den Unmut über die Regierung. Vučić selbst spricht seit Monaten von vorgezogene Neuwahlen und einem Rücktritt. Auch am Samstag kündigte er an, nur noch einige Wochen Präsident bleiben zu wollen.
Beobachter rechnen allerdings damit, dass er zwar Neuwahlen ausruft, dann allerdings als Spitzenkandidat seiner Partei anhtreten wird und nach einem möglichen Wahlsieg einfach ins Amt des Ministerpräsidenten wechselt.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




