
Sergej Iwanow gestorben: Er war zu stark, um Putins Statthalter zu werden
Sergej Iwanow gestorben : Er war zu stark, um Putins Statthalter zu werden Von Friedrich Schmidt 26.06.2026, 18:32Lesezeit: 3 Min. Iwanow (links), damals Leiter der Präsidialverwaltung, und Putin 2015 im KremlSergei...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Sergej Iwanow gestorben : Er war zu stark, um Putins Statthalter zu werden Von Friedrich Schmidt 26. 2026, 18:32Lesezeit: 3 Min. Iwanow (links), damals Leiter der Präsidialverwaltung, und Putin 2015 im KremlSergei Ilnitsky/Pool EPA via APSergej Iwanow, einst Putins KGB-Kamerad und langjähriger Funktionär, ist gestorben.
Er war ein paar Monate jünger als der russische Herrscher. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App In Russland ist mit Sergej Iwanow ein ehemals ranghoher Funktionär und langjähriger Weggefährte des Herrschers Wladimir Putin gestorben. Einer, der wie Putin seine Karriere in den Siebzigerjahren beim sowjetischen Geheimdienst KGB in Leningrad, wie Sankt Petersburg damals hieß, begann.
Die Einzelheiten
Einer Erzählung Iwanows zufolge teilten er und Putin einst sogar ein Büro mit Blick auf den Fluss Newa. Wie Putin war Iwanow 73 Jahre alt, war sogar knapp vier Monate jünger als der Dauerherrscher, den Unsterblichkeitsideen umtreiben. Daher dürfte der Todesfall im russischen Machtapparat wie ein Fanal der Vergänglichkeit in einer für das Regime ohnedies schweren Zeit wirken.
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen „Mit tiefer Trauer geben wir bekannt, dass Sergej Iwanow heute verstorben ist“, sagte Putins Sprecher, Dmitrij Peskow, am Freitagnachmittag. Putin habe den Angehörigen sein „tiefes Beileid“ ausgesprochen und ein Telegramm übermittelt.
Zur Todesursache wurde nichts bekannt gegeben, zuletzt aber war berichtet worden, Iwanow sei schwer erkrankt. Iwanows und Putins Karrieren im PaarlaufNach einem Studium als Übersetzer in den Siebzigerjahren war Iwanow erst für den KGB, dann für den daraus hervorgegangenen Auslandsnachrichtendienst SWR tätig. Als Putin 1998 Direktor des ebenfalls aus dem KGB entstandenen Inlandsgeheimdiensts FSB wurde, holte er seinen Bekannten als Stellvertreter zu sich.
Was Experten sagen
Beider Karrieren blieben verwoben. Präsident Boris Jelzin machte Putin 1999 zum Ministerpräsidenten, Iwanow wurde Sekretär des Sicherheitsrats. Mit einer Unterbrechung zwischen 2008 und 2012 blieb Iwanow bis in den vergangenen Februar Mitglied des Gremiums.
2001, schon als Präsident, ernannte Putin Iwanow zum Verteidigungsminister. Zu den schwierigen Aufgaben dieses Amtes zählte es seinerzeit, die Sollstärke der Armee von mehr als einer halben Million Soldaten auf 350. 000 zu senken, trotz des Krieges in der Nordkaukasus-Teilrepublik Tschetschenien.
Im Februar 2007 wurde Iwanow Erster Stellvertretender Ministerpräsident. Seinerzeit suchte Putin, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr für die Präsidentenwahlen im Mai 2008 kandidieren durfte, einen Nachfolger, vielmehr einen Statthalter. Nach manchen Berichten entschied er sich damals nicht für Iwanow, weil dieser beliebter war und als politisch fähiger galt als Dmitrij Medwedjew.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





