
Shangri-La-Dialog: Singapur zeigt Stärke
Shangri-La-Dialog : Singapur zeigt Stärke Ein Kommentar von Till Fähnders, Singapur 29.05.2026, 21:18Lesezeit: 2 Min. Singapurs Verteidigungsminister Chan Chun Sing beim Shangri-La-DialogAFPDie Umwälzungen der Gegenwart...
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Shangri-La-Dialog : Singapur zeigt Stärke Ein Kommentar von Till Fähnders, Singapur 29. 2026, 21:18Lesezeit: 2 Min. Singapurs Verteidigungsminister Chan Chun Sing beim Shangri-La-DialogAFPDie Umwälzungen der Gegenwart treffen Südostasien besonders heftig.
Singapur macht beispielhaft vor, worauf es für die Länder der Region nun ankommt. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Es gibt Jahrzehnte, in denen nichts geschieht, und Wochen, in denen Jahrzehnte passieren. Den Spruch, der oft fälschlich Lenin zugesprochen wird, hat neulich auch Singapurs Verteidigungsminister zitiert, bei einem Treffen, das der Vorbereitung des Shangri-La-Dialogs diente, der Sicherheitskonferenz, die der Stadtstaat gerade ausrichtet.
Die Einzelheiten
Minister Chan Chun Sing hatte damit eine Beschreibung für die Umwälzungen der Gegenwart gefunden, die Asien wie kaum eine andere Region der Welt treffen. Mit Beginn von Donald Trumps zweiter Amtszeit als Präsident der Vereinigten Staaten beschleunigt sich die Abfolge einschneidender Ereignisse, die mit der Coronapandemie begann, spätestens mit den Kriegen in der Ukraine und in Gaza. Trump überzog die Welt mit seinen Zollforderungen, ließ den venezolanischen Präsidenten entführen und bombardierte Iran.
Die alte Ordnung sei vorbei, es gelte „das Recht des Stärkeren“, hatte Singapurs Minister treffend bemerkt. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Die Schwachen müssen sich selbst stärkenDa Singapurs Führungskräfte Pragmatiker sind, gab der Verteidigungsminister auch Handlungsempfehlungen: Investitionen in militärische Fähigkeiten, Kooperation kleinerer und mittlerer Mächte zum Erhalt der globalen Ordnung und die Schaffung neuer gemeinsamer Regeln etwa auf dem Feld der Künstlichen Intelligenz.
Kurz: Die Schwachen müssen sich selbst stärken. Und sie müssen gemeinsam dem Recht des Stärkeren „die Stärke des Rechts“ entgegenstellen. Dies sind Grundsätze, denen Singapur selbst beispielhaft folgt.
Die Regierung hat über Jahrzehnte kontinuierlich in die eigene Rüstung investiert; was dem reichen Stadtstaat natürlich einfacher fällt als ärmeren Ländern wie den Philippinen und Osttimor. Ebenso rigoros steht Singapur für das internationale Recht ein. Die Führung verurteilte den Einmarsch Russlands in der Ukraine deutlich und erklärte nach der amerikanischen Intervention in Venezuela, dass es völkerrechtswidrige militärische Eingriffe in innere Angelegenheiten strikt ablehne.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





