
Sicherheitskonferenz in Singapur: Eine kurze Pause vor neuen Spannungen
Sicherheitskonferenz in Singapur Die Ruhe vor dem nächsten Sturm Chinas Verteidigungsminister bleibt fern, US-Minister Pete Hegseth spricht auffallend sanft. SPIEGEL-Korrespondent Bernhard Zand meint: Alles wohl nur...
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Sicherheitskonferenz in Singapur Die Ruhe vor dem nächsten Sturm Chinas Verteidigungsminister bleibt fern, US-Minister Pete Hegseth spricht auffallend sanft. SPIEGEL-Korrespondent Bernhard Zand meint: Alles wohl nur eine kurze Pause vor neuen Spannungen. Von Birgit Großekathöfer und Bernhard Zand 31.
18 Uhr 2 Min Zur Merkliste hinzufügen X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bereich Lesen Sie hier das Videotranskript aufklappen »Wenn man als Beobachter zum Shangri-La-Dialog hierher nach Singapur kommt, dieser großen Sicherheitskonferenz für den Asien-Pazifikraum, erwartet man eigentlich Action.
Die Einzelheiten
Nämlich den Streit, den Clash, vor allem zwischen dem amerikanischen und dem chinesischen Verteidigungsminister, die sich hier traditionell eine Art zivilisierte Version des geopolitischen Ringens liefern, das sie draußen in der südchinesischen See um Taiwan und an anderen Orten hier liefern. Mit Flugzeugen, mit Schiffen, vor allem mit gegenseitigen Provokationen. Zu diesem Clash ist es aber in diesem Jahr gar nicht gekommen.
Erstens, weil eine der beiden Protagonisten, der chinesische Verteidigungsminister, erst gar nicht nach Singapur angereist ist. Und zweitens, weil der amerikanische Kriegsminister, wie er sich nennt, Pete Hegseth, eine merkwürdig, wirklich auffällig sanfte Rede gehalten hat, jedenfalls gegenüber China. Es ist also insgesamt ein positiver Gipfel, würde ich sagen.
Vor allen Dingen, was das Verhältnis zwischen China und den USA angeht. Die Welt hat wirklich genug Konflikte, offene Kriege zurzeit, zwei große, die uns alle global betreffen. Ein Dritter zwischen den USA und China, möglicherweise um die Inselrepublik Taiwan, wäre ein Desaster für die ganze Welt.
Ich fürchte aber, dass der Shangri-La-Gipfel oder der Shangri-La-Dialog nächstes Jahr wieder angespannter sein wird, vor allen Dingen zwischen China und den USA, dass diese vorübergehende Windstille in diesem sonst sehr stürmischen Verhältnis bestimmt nicht lange anhalten wird.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





