
Sklaverei: Frankreich kippt Code-Noir-Gesetz, das Menschen als Eigentum einstufte
178 Jahre nach Abschaffung der Sklaverei Frankreich kippt Gesetz, das Menschen als Eigentum einstufte Unter den Gesetzen des »Code Noir« wurden Menschen versklavt, vergewaltigt und getötet. Auch wenn sie schon lange...
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. 178 Jahre nach Abschaffung der Sklaverei Frankreich kippt Gesetz, das Menschen als Eigentum einstufte Unter den Gesetzen des »Code Noir« wurden Menschen versklavt, vergewaltigt und getötet. Auch wenn sie schon lange nicht mehr galten, hat Frankreich die Gesetze erst jetzt abgeschafft. Die Frage nach Reparationszahlungen bleibt.
50 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Abstimmung der Nationalversammlung über die Sklavengesetze Foto: Ludovic Marin / aufklappen Automatisch erstellt mit KI.
Die Einzelheiten
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positiv bewerten negativ bewerten Die Gesetze galten zwar schon lange nicht mehr, wurden aber nie formell abgeschafft. Nun will Frankreich seine Sklavengesetze offiziell außer Kraft setzen. Die Abgeordneten der Nationalversammlung stimmten einstimmig für einen entsprechenden Gesetzentwurf, der noch vom Senat gebilligt werden muss.
In den 60 Artikeln des sogenannten Code Noir aus dem 17. Jahrhundert steht unter anderem, dass entflohenen Sklaven die Ohren abgeschnitten werden sollen und Kinder von Sklaven automatisch dem Herrn der Mutter gehören. Die Gesetzessammlung geht auf Jean-Baptiste Colbert, den Finanzminister von »Sonnenkönig« Ludwig XIV.
Was Experten sagen
Sie legt auch fest, dass Herren ihre Sklaven in Ketten legen und schlagen, »aber nicht foltern« durften. Die 60 Artikel des Kodex umfassten jeden Aspekt des Lebens eines Sklaven. Artikel 44 erklärte eine Person zu »beweglichem Eigentum«, während andere Klauseln die Verstümmelung von Flüchtenden vorschrieben und festlegten, dass das Wort eines Versklavten nichts zählte.
Diskriminierung in Frankreich und ehemaligen KolonienFrankreich steht beim Handel mit Sklaven nach Großbritannien und Portugal an dritter Stelle. Jahrhundert deportierten französische Schiffe schätzungsweise eine Million Menschen von dem afrikanischen Kontinent in die Sklaverei, vor allem auf Plantagen in den Kolonien in der Karibik. Während der Französischen Revolution wurde die Abschaffung der Sklaverei theoretisch beschlossen.
Napoleon Bonaparte hob die Dekrete jedoch wieder auf und bestätigte die Gültigkeit des »Code Noir«. Erst 1848 wurde die Sklaverei offiziell abgeschafft. Bewohner der ehemaligen Kolonien und Menschen mit dunkler Hautfarbe in Frankreich prangern bis heute diskriminierende Behandlung an.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





