
Smart Glasses: Potsdam will heimliche Aufnahmen in Schwimmbädern verhindern
Maßnahme gegen heimliche Aufnahmen Potsdam will Smartglasses in Schwimmbädern verbieten Heimlich gefilmte Videos von Frauen in Bikinis landen regelmäßig im Netz. Aufgenommen werden sie mit sogenannten Smartglasses....
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Maßnahme gegen heimliche Aufnahmen Potsdam will Smartglasses in Schwimmbädern verbieten Heimlich gefilmte Videos von Frauen in Bikinis landen regelmäßig im Netz. Aufgenommen werden sie mit sogenannten Smartglasses. Potsdam will die Brillen nun deshalb aus den Bädern verbannen.
42 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Meta-Mitarbeiterin mit Smartglasses: Oft kaum von herkömmlichen Brillen zu unterscheiden Foto: Manuel Orbegozo / Die Nutzerinnen und Nutzer von Schwimmbädern und Saunen der Brandenburger Landeshauptstadt sollen besser vor unerwünschten Foto- und Filmaufnahmen geschützt werden.
Die Einzelheiten
Nach Angaben der Stadt stimmten die Stadtverordneten für ein Verbot von Smartglasses mit Kameras und Mikrofonen in den Bädern der Stadt. Das Verbot soll explizit in die Haus- und Badeordnung der Bäderlandschaft Potsdam aufgenommen werden, der Beschluss muss noch umgesetzt werden. »Diese Geräte ermöglichen das unauffällige Anfertigen von Bild- und Videoaufnahmen, ohne dass betroffene Personen dies unmittelbar erkennen können«, heißt es im Antrag der Fraktion Grüne/Volt.
»Derzeit werden Aufnahmen zunehmend in sozialen Medien veröffentlicht, ohne dass die Betroffenen davon wissen. «Die Brillen sind oft kaum als smart zu erkennenBadegäste in Badebekleidung hätten ein berechtigtes Interesse an einem unbeobachteten Aufenthalt und müssten vor der missbräuchlichen Nutzung von Smartglasses geschützt werden. Das Personal soll geschult werden, um die Brillen zu erkennen.
Auf den ersten Blick ist das oft nicht möglich. Millionenfach verkaufte Modelle, wie die von Facebooks Mutterkonzern Meta, sind kaum von herkömmlichen Brillen zu unterscheiden. Die in Kooperation mit Brillenmarken wie Ray-Ban und Oakley produzierten Geräte basieren auf ähnlichen Designs wie andere seit Jahren verbreitete, herkömmliche Brillen ohne Aufnahmefunktionen.
Was Experten sagen
Der Beigeordnete für Jugend, Bildung, Kultur und Sport, Torsten Wiegel, sagte nach Angaben der »Märkischen Allgemeinen« und der »Potsdamer Neuesten Nachrichten«, es gebe bereits ein Verbot von Bildaufnahmen durch Mediengeräte, die Bäderlandschaft werde Smartglasses in die Liste aufnehmen. Hunderttausende Videos Mehr zum Thema Belästigung: Eine Hamburgerin wurde heimlich im Bikini gefilmt, mit Smart Glasses. So hat sie sich erfolgreich gewehrt Von Tasnim Rödder und Melanie Schoepf Immer wieder gibt es Berichte über Fälle wie den einer jungen Frau in Hamburg, die beim Sonnenbaden an der Alster heimlich gefilmt wurde .
Wenn die Clips ins Netz gestellt werden, haben sie teils Millionen Aufrufe. Verbreitet werden die Aufnahmen häufig unter dem Schlagwort »rizz«. Der Begriff stammt ursprünglich von einem umstrittenen US-Streamer und ist von dem englischen Wort »charisma« abgeleitet.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





