
Social-Media-Debatte: Elterntraining statt blindem Aktionismus empfohlen
Social-Media-Debatte Aktionsrat Bildung empfiehlt Elterntraining und warnt vor »blindem Aktionismus« Die Social-Media-Probleme von Jugendlichen durch Verbote lösen? Keine gute Idee, findet der Aktionsrat Bildung und...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Social-Media-Debatte Aktionsrat Bildung empfiehlt Elterntraining und warnt vor »blindem Aktionismus« Die Social-Media-Probleme von Jugendlichen durch Verbote lösen? Keine gute Idee, findet der Aktionsrat Bildung und fordert stattdessen mehr Social Media im Unterricht. Neben dem Bildungssystem müssten sich auch viele Eltern ändern.
08 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (5 Minuten) 5 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern 11-Jährige mit Mobilgeräten: Sinnvolle Social-Media-Nutzung lernen Foto: Rick Rycroft / AP / dpa Keine pauschalen Verbote, stattdessen eine bessere rechtliche Kontrolle der Social-Media-Plattformen, eine Stärkung des Medienkompetenz-Unterrichts in Schulen – und Bildungsangebote für Eltern: Mit diesen und anderen Maßnahmen sollten Schulen und Politik nach Ansicht des Aktionsrats Bildung auf die verstärkte Nutzung von Social Media durch Kinder und Jugendliche reagieren.
Die Einzelheiten
Die Empfehlungen stammen aus dem Gutachten des Aktionsrats Bildung, das am Donnerstag in München veröffentlicht wird. Dem Aktionsrat gehören neun renommierte Bildungsforschende an, die sich einmal jährlich mit konkreten Handlungsempfehlungen zu aktuellen pädagogischen Themen zu Wort melden. Mehr zum Thema Suchtgefahr und Gewaltvideos: Günther sieht Deutschland ohne Social-Media-Verbot vor dem »Abgrund« Social-Media-Regulierung: Lehrerverband hält WhatsApp-Regulierung für »kaum realistisch« Streitgespräch zu Social-Media-Verbot: Strenge Regeln oder Laissez-faire?
Ein SPIEGEL-Gespräch von Silke Fokken und Armin Himmelrath Weil Social-Media-Kommunikation längst überall im Alltag angekommen sei, müssten Schulen und Politik schnell reagieren, fordern die Fachleute in ihrer neuen Veröffentlichung: »Kinder, Jugendliche und Erwachsene müssen aus diesem Grund von klein auf altersgerecht auf die vielfältigen Chancen und Risiken und die gezielte sinnvolle Nutzung von Social Media vorbereitet werden. « Verantwortliches Handeln früh trainierenAm besten gelinge das durch eine Integration der Social-Media-Nutzung in den Unterricht – sowohl als Thema wie auch als Methode. Der Schlüssel für einen guten Umgang, heißt es in dem Gutachten, sei »mediale Integrität«.
Gemeint ist, dass eine Person bei der Nutzung von Social Media verantwortlich handelt – »auch wenn sie dadurch auf vermeintliche Vorteile verzichten oder Nachteile in Kauf nehmen muss«. Eine integre Person achte darauf, »dass andere durch ihr Verhalten nicht geschädigt werden und richtet sich an universell gültigen Werten und ethischen Prinzipien aus«. Kernforderung der Bildungsfachleute: Ein solches Verhalten müsse »in allen Bildungsphasen« altersadäquat vermittelt und geübt werden – also auch schon in der Grundschule.
Dafür müsse die Politik klare Rahmenbedingungen mit Altersregelungen für die Social-Media-Plattformen schaffen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





