
Social-Media-Verbot: Zuerst den Techkonzernen Grenzen setzen
Social-Media-Verbot : Zuerst den Techkonzernen Grenzen setzen Ein Kommentar von Thomas Jansen 28.06.2026, 14:29Lesezeit: 2 Min. In Australien wirkt das Social-Media-Verbot für Jugendliche kaum.dpaEine Debatte um ein...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Social-Media-Verbot : Zuerst den Techkonzernen Grenzen setzen Ein Kommentar von Thomas Jansen 28. 2026, 14:29Lesezeit: 2 Min. In Australien wirkt das Social-Media-Verbot für Jugendliche kaum.
dpaEine Debatte um ein Social-Media-Verbot bringt wenig, solange die Techkonzerne nicht kooperieren. Australien zeigt: Der Staat muss erst eine härtere Gangart einlegen. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Hätte es noch eines Beweises bedurft, dann lieferte ihn am Wochenende die australische Regierung: Die deutsche Debatte um ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche setzt am falschen Punkt an.
Die Einzelheiten
Es lässt sich trefflich darüber streiten, was mehr bringt: die Nutzung von Tiktok, Instagram und Co. pauschal an ein bestimmtes Mindestalter zu koppeln oder ein Verbot auf bestimmte Inhalte zu begrenzen. Das beträfe vor allem Pornographie und Gewaltverherrlichung.
Bundesbildungsministerin Karin Prien bevorzugt Ersteres, eine von der Bundesregierung eingesetzte Expertenkommission und der Ethikrat Letzteres. Von anfänglichen Wunderberichten ist nichts mehr übrig gebliebenBeides bringt jedoch wenig, solange das entscheidende Hindernis nicht behoben wird – und das ist in beiden Fällen dasselbe: die, freundlich gesagt, mangelnde Kooperationsbereitschaft der Social-Media-Konzerne und der naive Glaube, der Staat könne sie mit dem Sanktionsbesteck aus der Ära der Röhrenfernseher zur Raison bringen. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.
bei Google bevorzugen Die Worte des australischen Premierministers sollten deutschen Politikern daher eine Lehre sein. Es sei offenkundig, dass die Social-Media-Konzerne nicht genug dafür täten, das Gesetz einzuhalten, lautete sein ernüchterndes Resümee am Wochenende. Das ist sechs Monate nach der Einführung eines Social-Media-Verbots für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren.
Was Experten sagen
Von den anfänglichen Wunderberichten, die den Eindruck erweckten, Hunderttausende jugendliche Tiktok-Nutzer widmeten sich seit dem Social-Media-Verbot in Australien der Harry-Potter-Lektüre, statt mit ihrem Handy zu daddeln, ist nichts übrig geblieben. Eine Überraschung ist das nicht. Eine Überraschung ist das nicht.
Social-Media-Konzerne inszenieren sich gerne als philanthropische Anwälte der Meinungsfreiheit, wollen aber auch nur, wie alle anderen Unternehmen, Geld verdienen. Und es geht um sehr viel Geld.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





