
SPD-Generalsekretär will Vermögen- und Erbschaftssteuer zum »Schlüsselthema« machen
Höhere Steuern für Reiche SPD-Generalsekretär will Vermögen- und Erbschaftssteuer zum »Schlüsselthema« machen Tim Klüssendorf will Erbschaften und Vermögen höher besteuern und kündigt harte Debatten mit der Union an....
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Höhere Steuern für Reiche SPD-Generalsekretär will Vermögen- und Erbschaftssteuer zum »Schlüsselthema« machen Tim Klüssendorf will Erbschaften und Vermögen höher besteuern und kündigt harte Debatten mit der Union an. Die deutsche Steuerpolitik bezeichnet er als »fehlgeleitet«. 26 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Tim Klüssendorf im Willy-Brandt-Haus Foto: dts Nachrichtenagentur / IMAGO Tim Klüssendorf, Generalsekretär der SPD, fordert die Rückkehr der Vermögenssteuer und eine höhere Erbschaftsteuer. Dafür hat er harte Debatten mit der Union nach der Sommerpause angekündigt.
Die Einzelheiten
Im Gespräch mit der »Neuen Osnabrücker Zeitung « (Wochenendausgabe) beklagte er die »fehlgeleitete Steuerpolitik« in den vergangenen Jahrzehnten. »Deswegen brauchen wir unbedingt Änderungen bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer sowie die Aktivierung der Vermögensteuer. « Die SPD werde das »noch in diesem Jahr zu ihrem Schlüsselthema machen«.
Gerade in Deutschland gebe es eine zunehmende Konzentration von Vermögen, sagte Klüssendorf. Dies gelte für Immobilien wie für Unternehmensbesitz. »Damit landen auch die Profite bei immer weniger Menschen.
« Mit Blick auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschaftsteuer, das für Ende des Jahres erwartet wird, sagte er, spätestens dann werde auch die Union eingestehen müssen, »dass wir eingreifen müssen«. Zur möglichen Höhe einer Vermögensteuer sagte Klüssendorf der »NOZ«: »Wenn wir uns an der international diskutierten Reichensteuer orientieren, geht es um ein Prozent jährlich für Vermögen oberhalb von 100 Millionen Euro. « Allein das würde zweistellige Milliardenbeträge einbringen, rechnete er vor.
Was Experten sagen
»Damit wäre Ländern und Kommunen, denen das Geld ja gemäß unserer Verfassung zusteht, sofort geholfen, ihre Aufgaben zu erfüllen. « Die Beratungsfirma BCG hatte im Mai eine Studie vorgestellt, nach der die Zahl der deutschen Superreichen im vergangenen Jahr um 1100 auf 5000 angestiegen ist . Der Anteil der Superreichen am gesamten deutschen Finanzvermögen ist dem »BCG Global Wealth Report« gemäß enorm.
Er beträgt 27,3 Prozent. Zudem werden große Vermögen in Deutschland oft in Form von Betrieben weitergereicht – und damit weitgehend steuerfrei. Neue Zahlen zeigen, dass davon oft Minderjährige profitieren.
(Mehr dazu lesen Sie hier . ) Seit der letzten Erbschaftsteuerreform können auch Unternehmenswerte über 26 Millionen Euro von der Erbschaft- oder Schenkungsteuer ausgenommen werden, wenn die Begünstigten diese nicht aus verfügbarem eigenem Vermögen begleichen können. Weil dabei nur das Vermögen zu einem bestimmten Stichtag zählt, können Betroffene sich durch geschickte Transaktionen vorübergehend »arm rechnen«.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




