
SPD: Juso-Chef Philipp Türmer stellt Parteispitze infrage
Schwache SPD-Umfragewerte Juso-Chef Türmer sieht Wechsel an der Parteispitze als Option Lars Klingbeil und Bärbel Bas sind als Parteichefs unter Druck. Juso-Chef Philipp Türmer geht nun öffentlich auf Distanz zur...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Schwache SPD-Umfragewerte Juso-Chef Türmer sieht Wechsel an der Parteispitze als Option Lars Klingbeil und Bärbel Bas sind als Parteichefs unter Druck. Juso-Chef Philipp Türmer geht nun öffentlich auf Distanz zur SPD-Spitze. 27 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Audio steht in Kürze zur Verfügung In Kürze bereit X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Juso-Chef Türmer: »Das dritte Szenario: Es kommt quasi zur Revolution« Foto: Harald Tittel / dpa Angesichts schwacher SPD-Umfragewerte übt Juso-Chef Philipp Türmer scharfe Kritik an den Parteivorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bas – und hält notfalls personelle Veränderungen für nötig. »Das Zustimmungsniveau, auf dem unsere Partei in Umfragen steht, ist absolut inakzeptabel.
Die Einzelheiten
Es braucht neue Ansätze, und dafür braucht es Veränderungen«, sagte der Vorsitzende der SPD-Jugendorganisation der »Zeit«. Es gehe um die zentrale Frage, was die Mission der Sozialdemokraten im 21. Die Vorsitzenden stünden in der besonderen Verantwortung, mit Ideen in Vorleistung zu gehen, sagte Türmer.
»Ich erkenne bislang nicht, dass es den Vorsitzenden gelungen ist, das Ruder herumzureißen. Dann ist eine personelle Veränderung natürlich eine Option. «»Das dritte Szenario: Es kommt quasi zur Revolution«Der Juso-Chef nannte drei mögliche Szenarien, wie es mit der Partei weitergehen könnte.
Eine Option sei, dass es Bas und Klingbeil gelinge, der Partei ein Gefühl des Aufbruchs zu vermitteln. »Dann wird es normal weiterlaufen, und sie haben das erfüllt, wofür sie angetreten sind. « Im zweiten Szenario kommt die Spitze selbst zu der Erkenntnis, dass es eine andere Rollenverteilung braucht.
Was Experten sagen
»Dann haben sie die Herrschaft des Verfahrens«, sagte Türmer, der im Interview auch betonte, dass sich die Jusos für eine Trennung von Ministeramt und Parteivorsitz einsetzen. »Das dritte Szenario: Es kommt quasi zur Revolution«, sagte Türmer. Die könne man aber nicht planen.
»Es kann gut sein, dass die Auslöser dafür die Landtagswahlen sind. So wie ich meine Partei kenne, kann das aber auch eine Dynamik sein, die sich an irgendwelchen anderen Fragen entzündet, wenn die Unzufriedenheit immer weiter wächst. « Bild vergrößern SPD-Chefs Bärbel Bas, Lars Klingbeil: »Dann ist eine personelle Veränderung natürlich eine Option« Foto: Hannibal Hanschke / EPA Türmer: Dynamiken in der Koalition erinnern an Ende der AmpelZu den aktuellen Debatten über Reformen sagte Türmer, dass sich die drei Regierungsparteien gerade sehr schwertäten, eine gemeinsame Linie zu finden.
»Das führt dazu, dass der Streit über jede einzelne Maßnahme zu einer unversöhnlichen Frontstellung wird. « Ihn erinnere das leider sehr an Dynamiken am Ende der Ampelregierung.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





