
Venedig: Bürgermeister Simone Venturini will Tageseintritt auf bis zu 50 Euro erhöhen
Maßnahme gegen Massentourismus Venedigs neuer Bürgermeister will Tageseintritt auf bis zu 50 Euro erhöhen Wenn Touristen einen Tag Venedig besuchen möchten, zahlen sie bereits Eintritt. Nun könnte sich der Preis...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Maßnahme gegen Massentourismus Venedigs neuer Bürgermeister will Tageseintritt auf bis zu 50 Euro erhöhen Wenn Touristen einen Tag Venedig besuchen möchten, zahlen sie bereits Eintritt. Nun könnte sich der Preis verzehnfachen – zumindest, wenn es nach dem neuen Bürgermeister geht. Kritiker bezweifeln die Wirkung von Gebühr.
10 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Rialto Brücke in Venedig: Massenandrang im Februar Foto: Romain Costaseca / Hans Lucas / picture alliance In Venedig hat der neu angetretene Bürgermeister Simone Venturini, 38, mit einem Vorstoß über eine mögliche deutliche Erhöhung des Eintrittsgelds für Kurzbesucher der Stadt in Norditalien eine Debatte ausgelöst.
Die Einzelheiten
»Wenn es heute zwischen 5 und 10 Euro liegt, besteht mein Vorschlag darin, es an bestimmten Tagen auf 30 bis 50 Euro anzuheben«, zitierte ihn die Zeitung »Corriere della Sera «. Er wolle darüber mit der Regierung in Rom sprechen. Venturini setzte sich als Kandidat des Mitte-rechts-Lagers bei den Kommunalwahlen Ende Mai durch und trat damit die Nachfolge von Luigi Brugnaro an, der zuvor gut zehn Jahre Bürgermeister Venedigs war.
Venturini war bislang unter Brugnaro Tourismusassessor in der Lagunenstadt und maßgeblich an der Einführung der Eintrittsgebühr vor zwei Jahren beteiligt. Kritiker bezweifeln Wirkung von GebührIm laufenden Jahr nimmt Venedig an insgesamt 60 Tagen bis Ende Juli von Kurzbesuchern zehn Euro für ein Ticket – auch, wenn sie sich nur für ein paar Stunden in den Gassen rund um Markusplatz und Rialtobrücke aufhalten. Nur wer frühzeitig bucht – mindestens drei Tage zuvor – kommt mit fünf Euro davon.
Ziel der Maßnahme ist es, dem Massentourismus Einhalt zu gebieten. Vergangenes Jahr galt die Regelung für Tagestouristen an 54 Tagen, verteilt auf Wochenenden und Feiertage im April, Mai, Juni und Juli – jeweils zwischen 8. Damals zählte Venedig 720.
Was Experten sagen
000 zahlende Besucher, die rund 5,4 Millionen Euro einbrachten. Kritiker wenden bereits seit geraumer Zeit ein, dass der Eintritt kaum jemanden davon abhält, nach Venedig zu kommen. Die aktuellen Zahlen der Stadtverwaltung scheinen diese Einschätzung zumindest teilweise zu stützen: Trotz gestaffelter Gebühr entschieden sich viele Besucher weiter für den regulären Tarif.
Der Unterschied zwischen fünf und zehn Euro dürfte dabei bislang zu gering sein, um das Besucherverhalten spürbar zu beeinflussen. Mehr zum Thema Massentourismus: Wo der Urlauberandrang am heftigsten ist Urlaub in Italien: Venedig begrenzt Reisegruppen auf 25 Personen Umstrittenes System: Eintritt für Venedig bringt 5,4 Millionen Euro ein »Mein Programm war klar: die Gebühr zu reformieren und weiterzuentwickeln«, sagte Venturini nun. Bereits im Wahlkampf hatte er vorgeschlagen, das Eintrittsgeld an bestimmten Tagen zu erhöhen.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





