
Straße von Hormus: Die Sklaven des Welthandels
Straße von Hormus : Die Sklaven des Welthandels Ein Kommentar von Till Fähnders 27.06.2026, 14:01Lesezeit: 2 Min. Handelsschiffe am 20. Juni in der Nähe von Khasab, einer Kleinstadt im Norden Omans, in der Straße von...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Straße von Hormus : Die Sklaven des Welthandels Ein Kommentar von Till Fähnders 27. 2026, 14:01Lesezeit: 2 Min. Handelsschiffe am 20.
Juni in der Nähe von Khasab, einer Kleinstadt im Norden Omans, in der Straße von HormusdpaTausende Seeleute waren über Monate am Golf gestrandet. Sie sind diejenigen, die den Handel am Laufen hielten. Ihr Schicksal wird jedoch kaum zur Kenntnis genommen.
Die Einzelheiten
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Der Weg durch die Straße von Hormus ist zumindest teilweise offen. Tausende Seeleute, die seit Ende Februar am Golf gestrandet waren, können hoffentlich in ihre Heimatländer zurückkehren. Bis zu vier Monate lang haben sie mit rationiertem Trinkwasser und Essen ausgeharrt.
Sie wussten nicht, wann sie ihre Familien wiedersehen würden. Raketen und Drohnen flogen über ihre Köpfe hinweg. Von Abwehrfeuer getroffen, explodierten die Geschosse am Himmel oder landeten auf Tankern und Hafenanlagen in ihrer Nähe.
Manche Seeleute kamen ums Leben. 000 Seefahrer, die Schätzungen zufolge betroffen waren, dürften von den Erlebnissen traumatisiert sein. Doch die Welt hat von ihrem Schicksal erstaunlich wenig Kenntnis genommen.
Was Experten sagen
Dabei sind sie diejenigen, die unsere Waren und Rohstoffe über die Weltmeere transportieren. Die Folgen fehlender Erdöl-, Gas- und Düngemittellieferungen waren fast überall zu spüren. Die Engpässe machten aus den Schiffen und ihren Crews aber in erster Linie eine Verhandlungsmasse im Ringen zwischen Iran und den USA über die Kontrolle der zentralen Meerenge.
Dieser Text stammt aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. jetzt lesen Die harte Existenz der Seefahrer hat dabei nicht erst mit dem Irankrieg und der Sperrung der Straße von Hormus seit Ende Februar begonnen. Interessenvertreter beklagen schon lange Muster des Missbrauchs und der Ausbeutung in der Seefahrt.
Damit sind nicht die üblichen langen Wochen auf dem Meer fern der Heimat gemeint. Es gehört den Darstellungen zufolge offenbar zum Alltag, dass Löhne nicht oder verspätet gezahlt werden. Die Zahl der Schiffe und Crews, die auf See und in weit entfernten Häfen im Stich gelassen werden, ist in den vergangenen Jahren hochgeschnellt.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





