
Streamingdienst: Netflix überzeugt die Börse nicht
Streamingdienst : Netflix überzeugt die Börse nicht Von Roland Lindner, New York 16.07.2026, 23:19Lesezeit: 3 Min. Nach der Niederlage im Übernahmerennen um Warner zeigt sich Netflix weiter offen für „ausgewählte“...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Streamingdienst : Netflix überzeugt die Börse nicht Von Roland Lindner, New York 16. 2026, 23:19Lesezeit: 3 Min. Nach der Niederlage im Übernahmerennen um Warner zeigt sich Netflix weiter offen für „ausgewählte“ Zukäufe.
dpaDer Streamingdienst wächst weiter, gibt aber einen etwas vorsichtigeren Ausblick als erwartet. Live-Inhalte werden für ihn immer wichtiger. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Netflix hat sein Wachstum in den vergangenen drei Monaten fortgesetzt, allerdings einen schwächeren Ausblick auf das nächste Quartal als erhofft gegeben.
Die Einzelheiten
Die Börse zeigte sich von den am Donnerstag nach Börsenschluss vorgelegten Quartalszahlen wenig beeindruckt, der Aktienkurs verlor im nachbörslichen Handel zeitweise mehr als 8 Prozent. Die Netflix-Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten insgesamt mehr als 40 Prozent an Wert verloren. Mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 310 Milliarden Dollar bleibt Netflix allerdings das mit Abstand wertvollste Unternehmen aus der Unterhaltungsindustrie.
Netflix blickt auf eine turbulente Zeit zurück. Das Unternehmen war in einen in der Branche mit Spannung verfolgten Übernahmekampf um den Unterhaltungskonzern Warner Bros. Discovery involviert.
Netflix hatte sich mit Warner schon auf einen Kaufpreis von 72 Milliarden Dollar geeinigt, verlor das Rennen dann aber gegen den Wettbewerber Paramount Skydance. Die Transaktion mit Paramount hat noch nicht alle kartellrechtlichen Hürden überwunden, vor wenigen Tagen hat eine Gruppe amerikanischer Bundesstaaten dagegen geklagt. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.
Was Experten sagen
bei Google bevorzugen Für „ausgewählte“ Zukäufe ist Netflix weiter offenFür Netflix war der Übernahmeversuch ein ungewöhnlicher Schritt, das Unternehmen ist seit seiner Gründung nie mit größeren Zukäufen aufgefallen. Es sagte jetzt bei der Vorlage der Geschäftszahlen, es sei weiter für „ausgewählte“ Zukäufe offen. Insgesamt steigerte Netflix seinen Umsatz im zweiten Quartal um 13 Prozent auf 12,6 Milliarden Dollar.
Das lag fast genau auf Höhe der Erwartungen von Analysten. Der Nettogewinn stieg um 9 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar, das Ergebnis je Aktie von 80 Cent war um einen Cent höher als erwartet. Netflix führte sein Umsatzwachstum auf steigende Abonnentenzahlen, Preiserhöhungen sowie steigende Werbeumsätze zurück.
Das Werbegeschäft ist für Netflix noch eine recht neue Umsatzquelle. Vor wenigen Jahren hat das Unternehmen billigere Abonnements eingeführt, deren Nutzer Werbung zu sehen bekommen. Im vergangenen Jahr hat Netflix einen Werbeumsatz von 1,5 Milliarden Dollar erzielt, für dieses Jahr wird eine Verdopplung auf 3,0 Milliarden Dollar erwartet.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





