
Studie zu Inklusion: Die Förderschule ist für viele Eltern eine „Notlösung“
Studie zu Inklusion : Die Förderschule ist für viele Eltern eine „Notlösung“ Von Franziska Pröll 30.06.2026, 14:36Lesezeit: 3 Min. Kinder sitzen in einem Klassenzimmer, an dessen Tür der Schriftzug „Inklusion“ zu lesen...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Studie zu Inklusion : Die Förderschule ist für viele Eltern eine „Notlösung“ Von Franziska Pröll 30. 2026, 14:36Lesezeit: 3 Min. Kinder sitzen in einem Klassenzimmer, an dessen Tür der Schriftzug „Inklusion“ zu lesen ist.
dpaViele Eltern wollen nicht, dass ihr Kind mit Behinderung eine Förderschule besucht. Eine Studie hat untersucht, wieso sie es trotzdem dorthin schicken. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App „Finden Sie, dass Ihr Kind an der Schule genauso willkommen und angenommen ist wie Kinder ohne Behinderungen?
Die Einzelheiten
“ Diese Frage ist Teil einer Studie zu Inklusion, die das Deutsche Institut für Menschenrechte (DIMR) am Dienstag vorgestellt hat. Befragt wurden 7462 Sorgeberechtigte von Kindern mit Behinderungen, Beeinträchtigungen oder chronischen Erkrankungen in allen Bundesländern. Die Studie liefert erstmals bundesweite und belastbare Daten dazu, woran es aus Sicht der Eltern bei der Inklusion an Schulen hakt – und wo sie funktioniert.
Rund 40 Prozent der Eltern geben an, dass ihr Kind sich an der allgemeinen Schule ebenso willkommen und angenommen fühle wie Kinder ohne Behinderungen. Etwa ein weiteres Drittel (33,4 Prozent) stimmt dieser Aussage eher zu. Fast jedes fünfte Elternteil hat den Eindruck, dass das Kind eher nicht so angenommen wird wie Kinder ohne Behinderungen.
Knapp acht Prozent der Eltern sagen, dass ihr Kind an der Schule nicht willkommen sei. Ein „gleichberechtigtes Willkommensein und eine selbstverständliche Zugehörigkeit zur Schulgemeinschaft“ sieht das Forschungsteam somit für viele Kinder mit Beeinträchtigungen nicht gewährleistet. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.
Was Experten sagen
bei Google bevorzugen „Lehrkräfte sind nicht hinreichend für Inklusion ausgebildet“Diejenigen Eltern, die eine geringe Akzeptanz des Kindes wahrnehmen, berichten zum Beispiel von direkten oder indirekten Hinweisen, das Kind solle besser eine Förderschule besuchen. Vergleicht man die Akzeptanz bei unterschiedlichen Gruppen, zeigt die Studie, dass Kinder mit Autismus oder mit emotionalen und sozialen Förderbedarfen weniger Akzeptanz empfinden als etwa Kinder mit den Förderbedarfen Hören, Sprache und Sehen. An der Studie beteiligt war Vera Moser, Professorin für Inklusionsforschung an der Goethe-Universität Frankfurt.
Sie führt diese Schilderungen von Eltern auf fehlende Expertise an Schulen zurück: „Lehrkräfte sind nicht hinreichend ausgebildet, und Schulentwicklungsprozesse in dem Themenbereich fehlen. “ Auch der Lehrkräftemangel spiele eine Rolle, zudem sei die Ausbildung von Lehrkräften „nicht umfassend auf Inklusion eingestellt“. Fehlende Strukturen wirken sich auf die Eltern aus.
Fast die Hälfte der Eltern, deren Kind eine allgemeine Schule besucht, empfinden die Organisation als „sehr anstrengend“. Etwas mehr als ein Drittel findet sie „etwas anstrengend“.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.



