
Sudetendeutscher Tag endet mit kleineren Rangeleien
Erstmals in Tschechien Sudetendeutscher Tag endet mit kleineren Rangeleien Deutsche und Tschechen erinnerten am Wochenende im mährischen Brno an die Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung 1945. Die tschechische...
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Erstmals in Tschechien Sudetendeutscher Tag endet mit kleineren Rangeleien Deutsche und Tschechen erinnerten am Wochenende im mährischen Brno an die Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung 1945. Die tschechische Regierung hatte zuvor gegen die Veranstaltung protestiert. 50 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (5 Minuten) 5 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Demonstrant gegen den Sudetendeutschen Tag in Brno: »Findet euch mit Benesdekreten ab! « Foto: Šálek Václav / CTK / dpa Mit einer Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus ist am Montag an der ehemaligen Gestapo-Zentrale im mährischen Brno (Brünn) der Sudetendeutsche Tag zu Ende gegangen.
Die Einzelheiten
Die Zusammenkunft wurde von kleineren Protesten einiger Dutzend Demonstranten begleitet, wie Radio Prag unter Berufung auf die Presseagentur CTK berichtete. Am Samstag erinnerten rund 2000 Tschechen und Deutsche mit einem Friedensmarsch an die Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung aus Brünn unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg. Der sogenannte Friedensmarsch wurde zum zehnten Mal im Rahmen des Festivals »Meeting Brno« veranstaltet.
Er führte von Pohorelice (Pohrlitz) nach Brünn. Bevor sich der Zug in Bewegung setzte, gedachten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Massengrab in Pohorelice der Opfer des Brünner Todesmarsches. Erstmals in diesem Jahr hatte »Meeting Brno« auch den Sudetendeutschen Tag nach Tschechien eingeladen.
Daher sprachen beim Gedenkakt am Samstag neben tschechischen Lokal- und Regionalpolitikern auch bayerische Politiker. Bild vergrößern Gedenkfeier für die Opfer des Holocaust: die Überlebenden Eva Paddock und Milena Grenfell-Baines mit dem Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe, Bernd Posselt Foto: Šálek Václav / CTK / dpa Im Vorfeld hatte es Proteste gegen die Veranstaltung des Sudetendeutschen Tages in Tschechien gegeben. Die Regierungskoalition von Regierungschef Andrej Babis setzte in der vergangenen Woche eine entsprechende Resolution im tschechischen Abgeordnetenhaus durch.
Was Experten sagen
Am Freitag dann telefonierten die Präsidenten Tschechiens und Deutschlands, Petr Pavel und Frank-Walter Steinmeier, miteinander und veröffentlichten im Anschluss eine gemeinsame Erklärung. Beide Länder hätten einen weiten Weg im Geist von gegenseitigem Verständnis, Respekt und Partnerschaft zurückgelegt, hieß es darin. Sie beide seien überzeugt, dass auch die Zusammenkunft in Brünn »ebendiesen Geist widerspiegeln« werde.
»Historisches Ereignis«Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) würdigte am Samstag vor allem die Initiative von »Meeting Brno« und bezeichnete die Veranstaltung des Sudetendeutschen Tages in Brünn als ein »historisches Ereignis«. Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf (CSU) sagte: »Versöhnung ist möglich, und sie verlangt Verantwortung.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





