
Südkorea: Staatsanwaltschaft fordert Haftstrafe wegen Ameisen-Dessert
Sterneküche in Südkorea Staatsanwaltschaft fordert Haftstrafe wegen Ameisen-Dessert In einem südkoreanischen Restaurant mit zwei Michelin-Sternen sind offenbar jahrelang Ameisen als Topping für eine Nachspeise verwendet...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Sterneküche in Südkorea Staatsanwaltschaft fordert Haftstrafe wegen Ameisen-Dessert In einem südkoreanischen Restaurant mit zwei Michelin-Sternen sind offenbar jahrelang Ameisen als Topping für eine Nachspeise verwendet worden. Nun könnte der Betreiber des Lokals im Gefängnis landen. 07 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Audio steht in Kürze zur Verfügung In Kürze bereit X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Schwarze Gartenameise (Symbolbild) Foto: Kevin Sawford / imageBROKER / picture alliance In Südkorea droht dem Betreiber eines Sternerestaurants eine Haftstrafe, weil er Ameisen für Desserts verwendet haben soll. Das berichtet die britische sowie die südkoranischen Medien »Korea Herald« und »Chosun Daily« .
Die Einzelheiten
Der Vorwurf: Seit 2021 seien insgesamt etwa 49. 000 Ameisen als Topping für ein Sorbet verwendet worden. In Südkorea seien Ameisen jedoch anders als etwa Heuschrecken keine der zehn Insektenarten, die per Gesetz als Speise erlaubt sind.
Die Staatsanwaltschaft forderte laut Berichten bei einem Gerichtstermin am Montag eine einjährige Haftstrafe für den Restaurantbetreiber sowie eine Geldstrafe von etwas mehr als 10. Laut sollen die Behörden durch Social-Media-Fotos von Gästen auf die mutmaßlich verbotene Speise aufmerksam geworden sein. Die Identität des Kochs, der das mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnete Restaurant betreibt, wird demnach in den Gerichtsunterlagen nicht genannt.
Insgesamt gibt es laut Guide Michelin zehn solcher Restaurants in Südkorea, allesamt in der Hauptstadt Seoul. Zur Verteidigung heißt es vom Betreiber des Restaurants laut , die Ameisen seien nur ein kleines Element der insgesamt 15 Gänge des Menüs. Jeder Gast habe das Topping des beanstandeten Desserts wählen können.
Was Experten sagen
Lediglich in 60 Prozent der Fälle seien die Ameisen gewählt worden statt Alternativen wie fermentierter Essig oder essbare Blumen. Zudem seien Ameisen in Restaurants in Australien, Dänemark und Großbritannien auf der Speisekarte. Um welche Ameisenart es sich handelt, ist unklar.
»Chosun Daily« berichtet jedoch, die Ameisen sollen »bis zu 55 Mal mehr Schwermetalle enthalten als typische essbare Insekten«. Die Ameisen sollen laut »Korea Herald« aus den Vereinigten Staaten und Thailand importiert worden sein. Mehr zum Thema Ernährung: Wie erfahren Verbraucher, ob Insekten in Lebensmitteln sind?
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