
Timmy: Buckelwal-Kadaver in Dänemark an Land gezogen
Timmy auf dem Trockenen Buckelwal-Kadaver in Dänemark an Land gezogen Der tote Buckelwal vor Anholt ist geborgen worden. Eine Schleppaktion ans Festland scheiterte am Wetter, nun soll er auf der dänischen Insel zerlegt...
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Timmy auf dem Trockenen Buckelwal-Kadaver in Dänemark an Land gezogen Der tote Buckelwal vor Anholt ist geborgen worden. Eine Schleppaktion ans Festland scheiterte am Wetter, nun soll er auf der dänischen Insel zerlegt werden. Ein Forscher warnt vor »überwältigendem« Geruch.
50 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (5 Minuten) 5 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Bergung des toten Buckelwals: Von Fäulnisgasen aufgebläht Foto: Marcus Golejewski / dpa Der Kadaver des »Timmy« oder »Hope« genannten Buckelwals ist auf Anholt an Land gebracht worden.
Die Einzelheiten
»Alles ist planmäßig und ohne Probleme verlaufen«, sagte Morten Abildstrøm von der dänischen Naturschutzbehörde, wie mehrere dänische Medien unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Ritzau melden . Demnach dauerte die Bergung auf der dänischen Kattegat-Insel am Samstagmorgen etwa zwei Stunden. »Jetzt liegt der Wal ganz oben auf dem Trockenen.
Und es wurde alles vorbereitet, damit er obduziert und zerlegt werden kann. « In einem Livestream des Anbieters »News5« war zu sehen, wie ein Fahrzeug den Kadaver mit einem Seil aus dem flachen Wasser langsam auf den Strand zog. Im Sand hinterließ das tonnenschwere Tier eine riesige Furche.
Die dänischen Behörden riefen Einheimische und Badegäste dazu auf, sich dem Wal nicht zu nähern, es bestehe Infektionsgefahr. Kommende Woche soll der Kadaver dann direkt am Strand untersucht werden. »Weil das Tier so lange in der Sonne gelegen hat, wird es stark stinken«, sagte der Wal-Forscher Peter Teglberg Madsen, der in Dänemark seit 25 Jahren Wal-Obduktionen begleitet.
Was Experten sagen
»Das wird ziemlich überwältigend, wenn man es nicht gewohnt ist. « Mehr als zwei Wochen hatte der Kadaver vor der Urlaubsinsel im Wasser getrieben. Einmal hatten die Dänen versucht, den von Fäulnisgasen aufgeblähten Wal in tieferes Gewässer zu ziehen, um ihn dann in den Hafen von Greena ans dänische Festland zu schleppen.
Der Versuch scheiterte aber am Wetter, nun findet die Obduktion auf Anholt statt. Man wolle vor allem herausfinden, woran das Tier starb, sagte Madsen, »denn in der Diskussion ging es ja viel darum, ob der Wal gerettet werden konnte oder nicht«. Wal-Forscher: Rettungsversuch war »reine Tierquälerei«Der Biologe von der Universität Aarhus nimmt an, dass das Tier von vornherein keine Chance hatte: »Das war ganz offensichtlich ein krankes, entkräftetes Tier, das nicht gerettet werden konnte, und man hätte es einfach in Frieden lassen sollen.
« Stattdessen habe man ein Tier, das noch nie in Gefangenschaft gelebt habe, tagelang in einer Metallkiste eingesperrt über das Meer bugsiert. »Es wurde von den Wellen hin und her geschmissen, dem Lärm der Motoren ausgesetzt, um dann einfach ins Meer gekippt zu werden – das muss höllisch stressig und beängstigend für das Tier gewesen sein. « Die Aktion sei »reine Tierquälerei« gewesen, sagte Madsen.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




