
Tomahawk: Bundesregierung kauft Marschflugkörper von den USA – Deal blieb tagelang geheim
Weitreichende Marschflugkörper Deutschland kauft Tomahawk von den USA – Deal blieb tagelang geheim US-Präsident Trump hatte einer Stationierung von Tomahawk in Deutschland zunächst eine Absage erteilt. Nun hat die...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Weitreichende Marschflugkörper Deutschland kauft Tomahawk von den USA – Deal blieb tagelang geheim US-Präsident Trump hatte einer Stationierung von Tomahawk in Deutschland zunächst eine Absage erteilt. Nun hat die Bundesregierung einen Kauf eingefädelt. Ein Milliardengeschäft zeichnet sich ab.
51 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Tomahawk beim Militäreinsatz »Epic Fury« (»Epische Wut«) im März 2026 Foto: US CENTCOM / US NAVY / Nun also doch: Deutschland erhält von den USA Marschflugkörper des Typs Tomahawk.
Die Einzelheiten
Laut Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) stimmte Washington dem Verkauf und der Stationierung in Deutschland zu. »Wir schließen damit eine wichtige strategische Lücke in unserer Verteidigung. Und wir werden gleichzeitig daran arbeiten, eigene europäische Systeme zu entwickeln und in Europa zu stationieren«, sagte Merz bei einer Regierungserklärung im Bundestag.
Noch beim Nato-Gipfel 2024 hatten die USA unter Präsident Joe Biden in Aussicht gestellt, ab 2026 Tomahawk sowie Raketen vom Typ SM-6 und neu entwickelte Hyperschallwaffen in Deutschland zu stationieren – samt amerikanischen Truppen. Unter US-Präsident Donald Trump gab es zunächst eine Absage an das Vorhaben. Der Kauf von Tomahawk ist nun eine Alternative dazu.
Mit der Anschaffung der Tomahawks reagiert Deutschland auf die Bedrohung aus Russland. »Russland hat nuklearfähige Iskander-Raketen in der Exklave Kaliningrad stationiert. Darüber hinaus verlegt Moskau seit 2022 russische Kampfjets mit Luft-Boden-Hyperschall-Raketen vom Typ Kinschal dorthin.
Was Experten sagen
Zudem hat Russland angekündigt, Nuklearwaffen in Belarus zu stationieren«, hieß es aus dem deutschen Verteidigungsministerium im Jahr 2024. Und: »Da Russland damit Westeuropa massiv bedroht – die Flugkörper haben Reichweiten von bis zu 2000 Kilometern – muss die Nato etwas dagegen unternehmen. « Tomahawk verfügt über eine Reichweite von bis zu 2500 Kilometern.
Für die Bundesregierung ist die Zusage für den Verkauf der weitreichenden Marschflugkörper der wohl größte Erfolg, den sie vom Nato-Gipfel hätte mitbringen können. In den Tagen vor dem Treffen mit den Spitzen der US-Regierung war Berlin zwar optimistisch, einen entsprechenden Deal einfädeln zu können – eine feste Zusage war das aber noch nicht. Milliardenschwerer Deal bahnt sich anDen jetzigen Durchbruch hielten beide Regierungen bis jetzt geheim.
Laut Regierungskreisen hatten die Verteidigungsminister Boris Pistorius und Pete Hegseth bereits am Tag vor dem Nato-Gipfel einen sogenannten »Letter of Intent«, eine Art Absichtserklärung für den Verkauf der US-Waffensysteme an Deutschland, gezeichnet. Als Pistorius in Ankara danach gefragt wurde, blieb er jedoch bei vagen Aussagen.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





