
Tour de France: Nächtliche Dopingkontrolle bei Jonas Vingegaard empört Fahrer
Kritik an nächtlichen Dopingkontrollen »Unmenschlich», »Schande«, »Mangel an Respekt« Radstar Jonas Vingegaard wurde vor seinem Tour-Aus um zwei Uhr für einen Dopingtest geweckt. Das könnte eine Rolle bei seinem...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Kritik an nächtlichen Dopingkontrollen »Unmenschlich», »Schande«, »Mangel an Respekt« Radstar Jonas Vingegaard wurde vor seinem Tour-Aus um zwei Uhr für einen Dopingtest geweckt. Das könnte eine Rolle bei seinem schweren Sturz gespielt haben, glauben einige Fahrer. Und üben heftige Kritik.
54 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Vingegaard zu nächtlicher Dopingkontrolle: »Nicht förderlich« Foto: Dario Belingheri / Getty Images Nach dem Sturz-Aus von Mitfavorit Jonas Vingegaard auf einer der schwersten Bergetappen der Tour de France kritisieren viele Radprofis nächtliche Dopingkontrollen.
Die Einzelheiten
»Es ist ziemlich respektlos, die Fahrer mitten in der Nacht zu wecken. Kontrollen um 2 und 5 Uhr morgens sind etwas, das wir als Fahrer eigentlich nicht hinnehmen können«, sagte Etappensieger Remco Evenepoel. »Es ist schlicht unmenschlich, uns mitten in der Nacht aus dem Schlaf zu reißen.
« Evenepoel bezeichnete die Vorgänge als »Schande«. Vingegaard, der vor der 15. Etappe Gesamtzweiter war, kam gut 22 Kilometer vor dem Ziel in einem Kreisverkehr zu Fall und musste danach das Rennen aufgeben.
Er zog sich einen Schlüsselbeinbruch zu. Vor der Etappe wurde Vingegaard um 2 Uhr nachts kontrolliert. »Nach einer Nacht, bei der der Schlaf ruiniert wird, liegt es vielleicht daran.
Was Experten sagen
Seine Tour ist ruiniert. Es ist wirklich traurig«, sagte sein großer Konkurrent Tadej Pogačar, der selbst um 5 Uhr für eine Dopingkontrolle aufstehen musste. Etappe der Tour de France: Der Vingegaard-SchockVon Peter Ahrens 4 Min Zur Merkliste hinzufügen 4 Min Zur Merkliste hinzufügen Hitzedebatte bei der Tour de France: »Den Veranstaltern ist bewusst, dass sie etwas unternehmen müssen«Ein Interview von Stephan Klemm 6 Min Zur Merkliste hinzufügen 6 Min Zur Merkliste hinzufügen Radsportexperte Voigt zum Tour-Auftakt: »Leistungsmäßig fehlt Lipowitz fast gar nichts mehr«Ein Interview von Marco Fuchs 6 Min Zur Merkliste hinzufügen 6 Min Zur Merkliste hinzufügen Radprofis dürfen nur zwischen 23 und 6 Uhr kontrolliert werden, wenn sie dem Zeitraum zugestimmt haben.
»Es sei denn, die UCI hat einen schwerwiegenden und konkreten Verdacht, dass der Fahrer Doping betreibt«, heißt es in einem Zusatz zu Artikel 5. 2 der UCI-Anti-Doping-Regeln , der festlegt, dass Radprofis zu jeder Zeit an jedem Ort getestet werden. Als triftiger Grund für einen Verdachtsmoment reicht demnach aber auch schon eine außergewöhnliche sportliche Leistung.
Von 1998 bis 2009 häuften sich Doping-Skandale im Radsport. Auch durch die zuletzt starken Leistungen von Spitzenfahrern wie Pogačar begleiten Zweifel die Sportart. Von den aktuellen Fahrern wurde aber niemand positiv getestet.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




