
trainer Jesse Marsch: „Sie haben mir den Boden unter den Füßen weggezogen“
trainer Jesse Marsch : „Sie haben mir den Boden unter den Füßen weggezogen“ Von Jürgen Kalwa, New York 28.06.2026, 12:31Lesezeit: 5 Min. Kritischer Geist: Jesse Marsch eckt als Nationaltrainer Kanadas immer mal wieder...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. trainer Jesse Marsch : „Sie haben mir den Boden unter den Füßen weggezogen“ Von Jürgen Kalwa, New York 28. 2026, 12:31Lesezeit: 5 Min. Kritischer Geist: Jesse Marsch eckt als Nationaltrainer Kanadas immer mal wieder an.
ReutersJesse Marsch ist Amerikaner und trainiert bei der WM Kanada. Er heizt die Rivalität der beiden Nachbarn gerne an – nicht nur mit Sticheleien gegen Präsident Donald Trump. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Als Jesse Marsch und seine Frau vor ein paar Jahren nach einem attraktiven Refugium suchten, stießen sie in den Hügeln nördlich von Pisa auf ein Anwesen ganz nach ihrem Geschmack.
Die Einzelheiten
Es hatte einen Garten, in dem Oliven, Kapern und Apfelsinen wuchsen, war jedoch ein wenig vernachlässigt, brauchte Hege und Pflege. Das Haus wirkte solide, erdverwachsen, gebaut aus Marmorsteinen aus der Region. Es verfügte über eine Terrasse, von der aus der Blick weit über die offene toskanische Landschaft reichte.
Und über das Potential, eigene Ideen hinzufügen zu können, wie eine Boccia-Bahn mit feinem roten Sandbelag. Die Villa wirkte wie ein idealer Ruhepol für jemanden, der als Fußball-Vagabund jahrzehntelang zwar gut verdient, aber kein richtiges Zuhause gefunden hatte. LiveblogSpielplanTabellenSonderseiteDFB-Team Jesse Marsch, aufgewachsen in einer gesichtslosen Industriestadt namens Racine am Michigan-See im amerikanischen Bundesstaat Wisconsin, wusste eigentlich immer nur: „Ich muss da weg.
“ Er wollte unbedingt „die Welt sehen“. „Ich habe Jesse noch nie so aufgebracht erlebt“Für einen Fußballspieler mit überschaubarem sportlichem Leistungsvermögen lässt sich so ein Projekt aber schwer planen. So reichte es für Marsch in der international zweitklassigen nordamerikanischen Profiliga, der Major League Soccer (MLS), nur zu einer 14 Jahre währenden Tour d’Horizon mit gerade mal drei Stationen – Washington, Chicago, Los Angeles.
Was Experten sagen
Und nur zu zwei Berufungen in die amerikanische Nationalmannschaft. Die erhoffte Perspektivverschiebung begann für den Absolventen der Ivy-League-Universität Princeton erst mit Verspätung – nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn. Da fand er innerhalb des interkontinentalen Red-Bull-Universums jenes Förderband, das ihn von New York (2015 bis 2018) über Salzburg (2019 bis 2021) und Leipzig (2021) in die Welt transportierte.
Was ihm kurz darauf auch noch einen Abstecher zu Leeds United ermöglichte, wo er als dritter Coach aus den USA das Siegel „Premier League“ erwarb. Diese Vita reichte den Verantwortlichen des amerikanischen Fußballverbands aber offenbar nicht, als sie nach einem Nachfolger für den glücklosen Gregg Berhalter suchten. Sie entschieden sich stattdessen für den profilierteren Argentinier Mauricio Pochettino.
Er sollte eine Mannschaft formen, der man die verwegenen Hoffnungen auf einen spektakulären Turniererfolg aufbürden konnte.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




