
Trump gegen Smithsonian: So sieht weiße Identitätspolitik aus
Trump gegen Smithsonian : So sieht weiße Identitätspolitik aus Ein Kommentar von Frauke Steffens, New York 08.07.2026, 10:20Lesezeit: 2 Min. Stein des Anstoßes: das National Museum of American History in Washington,...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Trump gegen Smithsonian : So sieht weiße Identitätspolitik aus Ein Kommentar von Frauke Steffens, New York 08. 2026, 10:20Lesezeit: 2 Min. Stein des Anstoßes: das National Museum of American History in Washington, D.
dpaDonald Trump wünscht sich von Museen eine „grandios-erbauliche“ Nationalerzählung. Die Forderung ist verräterisch: Die Exponate, die er für beschämend hält, erinnern an den Kampf für Bürgerrechte. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Donald Trumps Kampf um eine grandios-erbauliche Geschichtserzählung geht weiter.
Die Einzelheiten
Wieder gerät die Smithsonian Institution ins Visier, und diesmal will die Regierung wohl aktiver als bisher Programm und Personalien beeinflussen. Der den Präsidenten beratende Domestic Policy Council hat einen 160 Seiten langen Bericht mit dem Titel „Saving America’s Story“ veröffentlicht. Darin werfen die Trump-Berater dem Smithsonian und insbesondere dem National Museum of American History „extremen politischen Aktivismus“ und eine „marxistische“ Ausrichtung vor.
Schon heißt es, Trump könnte, angeregt von dem Bericht, diesmal versuchen, Smithsonian-Direktor Lonnie G. Das Museum erzähle Amerika nicht als Erfolgsgeschichte, sondern spalte Bürger und belaste sie mit Schuldgefühlen, heißt es in dem Text. Es fehlten positive Erzählungen über die Gründerväter, die Verfassung und den „Sieg der Freiheit“.
Das Museum hatte allerdings kürzlich erst eine Ausstellung zur Feier des Jubiläumsjahres eröffnet, die 250 Objekte zur amerikanischen Geschichte und zur Unabhängigkeitserklärung zeigt. Dazu gehören Kleider von First Ladys und ein Kanonenboot aus dem Unabhängigkeitskrieg. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.
Was Experten sagen
bei Google bevorzugen Bloß nicht zu viele FaktenDie Smithsonian-Museen orientieren sich bislang an der Forschung und zeigen die amerikanische Geschichte einschließlich der Sklaverei und des gewaltsamen Siedler-Kolonialismus, während das Weiße Haus zunehmend lauter nach einer pompös-beschönigenden Erzählung verlangt, die Trump auch mit seinen Bauprojekten in Washington unterstreichen will. Schon im März 2025 hatte der Präsident per Exekutivanordnung verlangt, „unzulässige Ideologie“ aus den öffentlich finanzierten Museen zu entfernen und stattdessen Erbauliches über Amerika zu erzählen. Die Angriffe auf das Smithsonian folgen damit den Bedürfnissen rechter weißer Identitätspolitik: Wenn Trump „Amerika“ sagt, meint er ein Amerika, in dem Weiße die maßgeblichen Akteure wie Adressaten der nationalen Erzählung sein sollen.
Nur so lässt sich erklären, dass Exponate angeblich als beschämend erlebt werden, die für viele Amerikaner eigentlich an die stolzesten Momente ihrer Geschichte erinnern. Im National Museum of American History steht etwa der erhaltene Lunch Counter aus Greensboro in North Carolina, an dem sich schwarze Studenten weigerten, ihre Plätze für Weiße frei zu machen und den Staatsrassismus ihrer Heimat zu akzeptieren.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





