
Trumps Anruf bei der FIFA: Kleine Geschichte der politischen WM-Intervention
Trumps Anruf bei der FIFA : Kleine Geschichte der politischen WM-Intervention Von Stephan Löwenstein 07.07.2026, 16:48Lesezeit: 4 Min. Donald Trump und Gianni Infantino im August 2025 im Oval Office.APSchon früher hat...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Trumps Anruf bei der FIFA : Kleine Geschichte der politischen WM-Intervention Von Stephan Löwenstein 07. 2026, 16:48Lesezeit: 4 Min. Donald Trump und Gianni Infantino im August 2025 im Oval Office.
APSchon früher hat es Manipulationen zugunsten der WM-Gastgeber gegeben. Besonders wenn das Turnier in despotisch regierten Ländern ausgetragen wurde. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Sportlich ist die Intervention des amerikanischen Präsidenten Donald Trump beim Weltfußballverband FIFA ohne direkte Folgen geblieben.
Die Einzelheiten
Das US-Team hat sein Achtelfinale gegen Belgien klar verloren, obwohl sein eigentlich gesperrter bester Stürmer durch eine FIFA-Kommission begnadigt worden war und in dem Spiel auflaufen durfte. Von außen mochte es sogar erscheinen, als hätte der politische Wirbel die Spieler der Gastgebernation gelähmt und verwirrt. Sie leisteten sich zum Teil groteske Fehler, und der begnadigte Angreifer hatte seine Treffsicherheit eingebüßt.
Trotzdem lohnt sich bei dieser Gelegenheit ein Blick in die Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaften. Denn mag Trumps Anruf bei FIFA-Präsident Giovanni Infantino auch außerordentlich erscheinen und den Verband, der ihm zu Willen war, in eine tiefe Krise gestürzt haben: Ohne Vorbild ist die politische Intervention bei einer WM nicht. Die Natur der Regime, unter denen solche Eingriffe vorgekommen sind oder vorgekommen zu sein scheinen, wirft ein bezeichnendes Licht auch auf Trumps politisches Selbstverständnis.
Auch wenn das Bild, das in diesem Licht zu sehen ist, angesichts der sonstigen Amtsführung des amerikanischen Präsidenten keine Überraschung sein kann. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Die Mutter aller Manipulationen von Fußball-Weltmeisterschaften fand schon bei der zweiten Austragung dieses Turniers statt.
Was Experten sagen
Für 1934 hatte Italien den Zuschlag erhalten, damals seit mehr als einem Jahrzehnt beherrscht durch den faschistischen Diktator Benito Mussolini. Interesse an der Austragung hatten auch Schweden und Spanien bekundet. Aber Mussolini ermöglichte den Bau beziehungsweise Umbau von acht Stadien im ganzen Land, von Triest bis Neapel mit einer Gesamtkapazität von mehr als 350.
Italienische Fouls wurden nicht geahndetDie Funktionäre der FIFA mögen schon damals an den Einnahmemöglichkeiten interessiert gewesen sein, für Mussolini ging es um sein Programm, ein starkes Italien vorzuzeigen. Körperkult spielte für den Diktator, der sich gern mit nacktem Oberkörper fotografieren ließ, eine große Rolle. Wichtig war ihm auch der Radsport; der populäre Giro d’Italia wurde 1934 parallel zum Fußballturnier ausgetragen.
Aber welche Bedeutung der „Duce“ der WM beimaß, zeigt schon der Aufwand für die Stadien, durch den angeblich sogar die Lira unter Druck geriet. Der Verlauf des Turniers zeigt eine skandalöse Bevorzugung der italienischen Mannschaft durch Schiedsrichter und Funktionäre.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




