
Türkei: Lange Haftstrafen im Prozess um vergiftete Hamburger Familie
Lange Haftstrafen im Prozess um in Istanbul vergiftete Hamburger Familie Eine Hamburger Familie starb im vergangenen Jahr in Istanbul nach einer Vergiftung mit Insektiziden. Vier der sechs Angeklagten sind nun zu langen...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Lange Haftstrafen im Prozess um in Istanbul vergiftete Hamburger Familie Eine Hamburger Familie starb im vergangenen Jahr in Istanbul nach einer Vergiftung mit Insektiziden. Vier der sechs Angeklagten sind nun zu langen Haftstrafen verurteilt worden. 03 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (1 Minute) 1 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Istanbuler Justizpalast Caglayan Foto: Marius Becker / dpa aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
Die Einzelheiten
War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Im Prozess nach dem Tod einer vierköpfigen Familie aus Hamburg, die im Türkeiurlaub mit Insektiziden vergiftet wurde, hat das Istanbuler Gericht Caglayan vier der sechs Angeklagten schuldig gesprochen und hohe Haftstrafen verhängt.
Der Betreiber des Hotels wurde zu 13 Jahren und 4 Monaten Haft verurteilt. Der Inhaber der Schädlingsbekämpfungsfirma bekam eine 18-jährige Haftstrafe, ebenso sein Sohn. Ein Mitarbeiter der Firma wurde zu 12 Jahren und 2 Monaten verurteilt.
Als Grund nannte der Richter »bewusste fahrlässige Tötung«. Die angeklagten Rezeptionisten wurden freigesprochen. Der Anwalt der Familie, Yasar Balci, hatte eine Bestrafung wegen vorsätzlicher Tötung gefordert.
Was Experten sagen
Die Anwälte der Angeklagten plädierten auf Freispruch. Der Bruder des verstorbenen Vaters sagte der Nachrichtenagentur dpa, er empfinde 18 Jahre als eine »gerechte Strafe«. Das Urteil ist bisher nicht rechtskräftig, die Verurteilten können noch in Berufung gehen.
Bild vergrößern In diesem Hotel hat die Familie gewohnt Foto: Emrah Gurel / AP Vater, Mutter und die zwei kleinen Kinder aus Hamburg waren Mitte November im Istanbul-Urlaub mit Beschwerden wie Erbrechen und Übelkeit ins Krankenhaus eingeliefert worden und gestorben. Zunächst hatten die Behörden eine Lebensmittelvergiftung vermutet, mehrere Lebensmittelverkäufer waren zwischenzeitlich festgenommen worden. Todesursache war jedoch eine Vergiftung durch ein im Hotel verwendetes Insektizid zur Schädlingsbekämpfung, wie ein Gutachten später feststellte.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




