
Türkei: Präsident Erdoğan macht Schließung von liberaler Bilgi-Universität in Istanbul rückgängig
Nach Protesten Erdoğan macht Schließung von liberaler Universität in Istanbul rückgängig Am Freitag hatte der türkische Präsident die Betriebsgenehmigung der Bilgi-Universität kassiert. Es folgten Demos, scharfe Kritik...
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Nach Protesten Erdoğan macht Schließung von liberaler Universität in Istanbul rückgängig Am Freitag hatte der türkische Präsident die Betriebsgenehmigung der Bilgi-Universität kassiert. Es folgten Demos, scharfe Kritik – und nun offenbar ein Rückzieher von Recep Tayyip Erdoğan. 48 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (2 Minuten) 2 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Protestteilnehmerinnen in Istanbul am 24. Mai Foto: Ozan Kose / aufklappen Automatisch erstellt mit KI.
Die Einzelheiten
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positiv bewerten negativ bewerten Nach Protesten Hunderter Studenten hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan seine umstrittene Anordnung zur Schließung der privaten Istanbuler Bilgi-Hochschule rückgängig gemacht. Ein entsprechendes Dekret wurde am Sonntag im türkischen Amtsblatt veröffentlicht. Es macht Erdoğans erst am Freitag in Kraft getretene Anordnung rückgängig, die als liberal geltende renommierten Hochschule zu schließen.
Über die jüngste Entwicklung berichten türkische Medien, unter anderem »Türkiye« . Der türkische Staatschef hatte seine ursprüngliche Entscheidung mit einem angeblich »unzureichenden« Bildungsniveau der Einrichtung begründet. Die zwischenzeitliche Schließung erfolgte einen Monat vor den für Juni geplanten Examensprüfungen.
Was Experten sagen
Fast tausend Studierende sowie einige Dozenten demonstrierten am Sonntag auf dem Campus gegen den Entzug der Betriebsgenehmigung. Polizisten gehen ruppig gegen Studierende vorDutzende Studierende besetzten die Bilgi-Hochschule, wurden aber von Polizeibeamten aus dem Gebäude getragen. Nach den Worten einer Teilnehmerin wurden sie an Händen und Füßen gepackt und aus dem Gebäude geworfen, eine Studentin erlitt dabei einen Nasenbeinbruch.
Die 1996 gegründete Universität zählt mehr als 20. 000 türkische und ausländische Studierende. Sie nimmt am Erasmus-Austauschprogramm der Europäischen Union teil.
Gleichzeitig machte die Universität zuletzt auch negative Schlagzeilen: Vorwürfe rund um Geldwäsche und Steuerbetrug sorgten dafür, dass die Institution seit einem Jahr von einem gerichtlich bestellten Verwalter geleitet werden musste. Mehr zum Thema Angebliches Problem mit dem Bildungsniveau: Türkische Studierende protestieren gegen Uni-Schließung Mit Tränengas und Gummigeschossen: Türkische Polizisten stürmen Sitz der Opposition Einsatz in Ankara: Türkische Behörden ordnen Räumung der Oppositionszentrale an Die türkische Regierung geht seit Langem zunehmend repressiv gegen die Opposition vor und setzt dabei auch die Justiz ein. Zuletzt hatte am Donnerstag ein Gericht die Führung der Oppositionspartei CHP abgesetzt.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





