
TV-Kritik: Markus Lanz: Gauck setzt auf Schockwirkung
TV-Kritik: Markus Lanz : Gauck setzt auf Schockwirkung Von Christian Geyer 10.07.2026, 06:52Lesezeit: 3 Min. Joachim Gauck am Donnerstagabend in der Sendung von Markus LanzZDF und Markus HertrichDie Verängstigten hätten...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. TV-Kritik: Markus Lanz : Gauck setzt auf Schockwirkung Von Christian Geyer 10. 2026, 06:52Lesezeit: 3 Min. Joachim Gauck am Donnerstagabend in der Sendung von Markus LanzZDF und Markus HertrichDie Verängstigten hätten sich eine „ungute Suppe“ zusammengebraut, meint Joachim Gauck im Sommergespräch mit Markus Lanz.
Doch wo bleibt der argumentative Eifer, zu dem der Altbundespräsident gegen die AfD aufrief? Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Einmal im Jahr ist bei Lanz der Gauck-Sommertag. Da wird der Bundespräsident a.
Die Einzelheiten
im Sommergespräch zum Großen und Ganzen vernommen, zu Überschriften-Themen wie der Rolle Deutschlands in der Welt oder dem Wandel der politischen Kultur. Joachim Gauck sagt dann Dinge, die er nach eigenem Bekunden „schon hundertmal“ gesagt hat, die dabei aber die freie Assoziation ins Offene hinein ermöglichen, also weiter gedacht und in neue Zusammenhänge gestellt werden können. Es gilt die Balance zu halten zwischen dem fidel aussagbaren Immerrichtigen und seiner riskanten Konkretion.
Die globalisierte Moderne und ihre Überforderungen sind bei Gauck wenn kein Running Gag, so doch eine stets wiederkehrende Bezugsgröße des Menschlichen. Evidenzsignale werden in diesem Anthropologie-light-Rahmen gerne auch mittels Spruchweisheiten gesetzt wie „Die Bäume wachsen nicht in den Himmel“ (Gauck) oder „Diese Messe ist noch nicht gelesen“ (Lanz). Das adressierte Kollektivsubjekt sind „die Deutschen“ oder „Deutschland“, denen von panoptischer Warte her nachdenklich begegnet wird.
Die Ebene der Betrachtung ist das Psychische und Habituelle noch vor dem Politischen. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Bedürfnis nach Entlastung von Freiheit?
Was Experten sagen
Da geht es dann um Fragen wie diese, das etablierte Gaucksche Freiheitsthema aufnehmend: Will der Mensch überhaupt frei sein oder ist ihm das zu anstrengend, und er sucht deshalb von Haus aus die Gefolgschaft? Gleich zu Beginn macht Lanz sein Publikum darauf aufmerksam, dass Gauck unlängst vom psychologischen Bedürfnis nach Entlastung gesprochen habe. Die gewichtige Art, mit welcher der Moderator an dieser Stelle die Entlastungs-Vokabel platzierte, ließ die Kenner in der nächtlichen Lanz-Gemeinde aufmerken: Gauck als Wiedergänger Arnold Gehlens?
Als Anker in der Wissenschaft berief sich der Altbundespräsident diesmal auf eine Münsteraner Studie des Psychologen Mitja Back und anderer Forscher, die europaweit einen Identitätskonflikt zwischen „Entdeckern und Verteidigern“ ausmachen, womit gemeint ist: zwischen den habituell eher Reformfreudigen und den eher Besitzwahrenden. Ein Ansatz, der für Gauck offenbar mehr Erklärungskraft für die Attraktivität der Nationalpopulismen hat als die Inflation des Faschismus-Vokabulars, dessen flächige Anwendung er ähnlich skeptisch zu sehen scheint wie Jan Philipp Reemtsma.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




