
Übernahme: Unicredits Sieg hat viele Gewinner
Übernahme : Unicredits Sieg hat viele Gewinner Ein Kommentar von Dennis Kremer 11.07.2026, 12:06Lesezeit: 3 Min. Andrea Orcel ist Vorstandsvorsitzender der Mailänder Großbank Unicredit.Picture AllianceDie...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Übernahme : Unicredits Sieg hat viele Gewinner Ein Kommentar von Dennis Kremer 11. 2026, 12:06Lesezeit: 3 Min. Andrea Orcel ist Vorstandsvorsitzender der Mailänder Großbank Unicredit.
Picture AllianceDie Übernahmeschlacht zwischen der Commerzbank und Unicredit ist entschieden. Das ist nicht so schlimm, wie es klingt. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Das Wort „Italien“ können sie bei der Commerzbank vermutlich nicht mehr hören.
Die Einzelheiten
Aber es hilft nichts: Der fast zwei Jahre währende Übernahmekampf zwischen der Frankfurter Traditionsbank und der italienischen Unicredit ist spätestens seit dem vergangenen Mittwoch so gut wie entschieden. Da nämlich gab Unicredit bekannt, dass man nun über rund 45 Prozent der Anteile an der Commerzbank verfüge. Auch wenn die Experten sich aufgrund der komplexen Finanzdetails noch über die exakten Zahlen streiten, kann das nicht mehr vom Wesentlichen ablenken: Unicredit hat gesiegt.
Sobald die Aufsichtsbehörden in den nächsten Monaten die nötigen Zustimmungen erteilen, ist die Mailänder Bank mit ihrem forschen Vorstandsvorsitzenden Andrea Orcel am Ziel. Das ist eine bittere Botschaft für die Commerzbank-Führung um Bettina Orlopp und für Zehntausende Mitarbeiter. Sie haben im Laufe der Auseinandersetzung zu großer Einigkeit gefunden und die Bank mit neuen ehrgeizigen Renditezielen ein gutes Stück vorangebracht.
Es ist menschlich verständlich, dass sie sich in ihre Niederlage nicht so leicht fügen wollen. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Bei allem nachvollziehbaren Frust der Mitarbeiter und ihrer Führung gilt es aber anzuerkennen: Eine erfolgreiche Übernahme der Commerzbank hat viel mehr Gewinner, als es auf den ersten Blick scheint.
Was Experten sagen
Der Vorgang ist bei Weitem nicht so bedrohlich für das deutsche Bankensystem, wie er von interessierter Seite gern dargestellt wird. Erster Gewinner: die SteuerzahlerDie ersten Gewinner sind die Steuerzahler, also im Prinzip wir alle. Der deutsche Staat, der einst in der Finanzkrise bei der Commerzbank einstieg, hält derzeit noch einen Anteil von rund zwölf Prozent an der Bank.
Lange war diese Beteiligung ein Verlustgeschäft. Mittlerweile aber notiert der Aktienkurs der Commerzbank mehr als 40 Prozent über dem durchschnittlichen Kurs, zu dem der Bund seinen Anteil einst aufgebaut hatte. Zwar hat die Bundesregierung bislang nicht die Absicht geäußert, diesen Anteil zu Geld zu machen, sondern sich im Gegenteil demonstrativ hinter die Commerzbank-Führung gestellt.
Aber in Zeiten knapper Kassen dürfte der Druck auf Kanzler Merz und Finanzminister Klingbeil in dieser Hinsicht zunehmen. Mehr zum Thema ÜbernahmekampfDenken Sie an Rücktritt, Frau Orlopp?
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





