
Umsätze gehen zurück: Auch auf dem Wochenmarkt regiert die Bürokratie
Umsätze gehen zurück : Auch auf dem Wochenmarkt regiert die Bürokratie Von Robert Maus 20.05.2026, 10:00Lesezeit: 4 Min. Großes Angebot zweimal in der Woche: Gemüseverkauf auf dem Wiesbadener WochenmarktSamira SchulzDer...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Umsätze gehen zurück : Auch auf dem Wochenmarkt regiert die Bürokratie Von Robert Maus 20. 2026, 10:00Lesezeit: 4 Min. Großes Angebot zweimal in der Woche: Gemüseverkauf auf dem Wiesbadener WochenmarktSamira SchulzDer Gang zum Wochenmarkt wird gern romantisiert.
Aber tatsächlich machen gestiegene Kosten, Personalmangel und Auflagen den Händlern auch dort stark zu schaffen. Und die Kunden sind ebenfalls nicht ohne Sorgen. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Es ist Mittwochmorgen, und auf dem Dern’schen Gelände in Wiesbaden ist das Markttreiben überschaubar.
Die Einzelheiten
„Unser Chef sitzt nur noch im Büro und kann in der Produktion nicht mehr mitarbeiten“, sagt Bärbel Schwarz von der Landmetzgerei Harth und fügt an: „Es kommen ständig neue Auflagen und Vorschriften. “ Für die Metzgerei aus Stadecken-Elsheim in Rheinhessen lohne sich der Marktstand in Wiesbaden aber noch, unter anderem, weil die Harths selbst schlachten. Mittwochs stehen sie mit ihrer mobilen Metzgerei in der hessischen Landeshauptstadt und samstags in Mainz.
Die Kosten seien gestiegen, sagt Schwarz, aber die Kunden seien noch immer bereit, für die hohe Qualität und die gute Haltung der Tiere mehr zu zahlen. Derzeit besonders gefragt: Spargel aus regionalem AnbauSamira SchulzDer Kastanienhof aus Finthen verkauft mittwochs und samstags je nach Saison Spargel, Gemüse und Obst in Wiesbaden, seit mittlerweile 40 Jahren. Laut Christoph Pfeifer lässt der Mittwochsmarkt seit geraumer Zeit jedoch nach.
„Die Innenstadt ist leerer geworden, und es gibt immer weniger die klassische Hausfrau, die vormittags zum Einkaufen geht“, sagt er. Ginge es nach ihm, dürften die Händler länger verkaufen. Das erweise sich aufgrund bürokratischer Hürden aber als schwierig.
Was Experten sagen
Der Kastanienhof ist ein Familienbetrieb, und im Verkauf werden oft Studenten eingesetzt. Schwierig sei es, Mitarbeiter für die Produktion zu finden, sagt Pfeifer. Dem Wiesbadener Wochenmarkt werde er aber die Treue halten, allein, weil dies eine „Herzensangelegenheit“ sei.
Verkaufszeiten zu kurz? Aus Hofheim kommt Patrick Dekic mit seinem „Käse-Tempel“ mittwochs auf das Dern’sche Gelände. An anderen Tagen steht er in Butzbach, Geisenheim und Ingelheim.
Auch Dekic hat „mehr Papierarbeit“ als früher, er sei genervt. „Es ist alles teurer geworden, und ich bekomme alle zwei bis drei Wochen von meinen Lieferanten höhere Preise mitgeteilt“, sagt er, während er vor mehr als hundert Käseprodukten steht. Manche Sorten habe er aus seinem Sortiment genommen, weil er den Preis für nicht mehr angemessen hielt.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




