
Uno-Sicherheitsrat: So reagiert die deutsche Politik auf die Niederlage
Gescheiterte Bewerbung So reagiert die deutsche Politik auf die Niederlage im Uno-Sicherheitsrat Eine blamable Niederlage, eine große Enttäuschung: Deutschlands Bewerbung um einen nicht ständigen Sitz im...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Gescheiterte Bewerbung So reagiert die deutsche Politik auf die Niederlage im Uno-Sicherheitsrat Eine blamable Niederlage, eine große Enttäuschung: Deutschlands Bewerbung um einen nicht ständigen Sitz im Uno-Sicherheitsrat ist gescheitert. Deutsche Politiker reagieren scharf – und suchen Schuldige. 08 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (6 Minuten) 6 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Außenminister Johann Wadephul bei einem Pressestatement vor Beginn der Generalversammlung Foto: Michael Kappeler / dpa aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
Die Einzelheiten
War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Österreich und Portugal feiern in New York ihren Einzug in den mächtigen Uno-Sicherheitsrat feiern – und in Deutschland ist die Stimmung gedrückt: Das Land wird 2027 und 2028 keinen der nichtständigen Sitze übernehmen .
Während Bundeskanzler Friedrich Merz den erfolgreichen Mitbewerbern gratulierte und versicherte, Deutschland sei weiterhin »ein verlässlicher Stützpfeiler« der Vereinten Nationen, sehen einige Politiker die Schuld für die Niederlage klar beim Bundeskanzler – und zwar nicht nur die Opposition. »Diese blamable Niederlage Deutschlands geht auf das Konto von Kanzler Merz und Außenminister Wadephul«, erklärte die Grünen-Verteidigungsexpertin Agnieszka Brugger. Die Bundesregierung habe »viel zu wenig getan, um diese Kandidatur mit modernen Ideen zu hinterlegen«.
Bild vergrößern Agnieszka Brugger Foto: Michael Kappeler / dpa Merz’ Regierung habe sich international zu wenig profiliert – beim Klimaschutz, beim Erhalt der regelbasierten Ordnung und bei der Entwicklungszusammenarbeit, deren Mittel stark gekürzt worden seien, kritisierte Brugger. Die Koalition habe damit »Deutschlands Ansehen und Verantwortung in der Welt verspielt«. Viele Staaten in Südamerika und Afrika hätten außerdem das Desinteresse und die arroganten Aussagen von Kanzler Merz zur Kenntnis genommen.
Was Experten sagen
»Geholfen hat es bei der Kandidatur sicher nicht. « Die Niederlage ist die erste gescheiterte Bewerbung Deutschlands für einen nichtständigen Sitz im Uno-Sicherheitsrat. Nötig war eine Zweidrittelmehrheit, Deutschland erhielt allerdings nur 104 der vergebenen 193 Stimmen.
Sechsmal war die Bundesrepublik bereits vertreten – zuletzt 2019 und 2020. Auch Grünenvorsitzende Franziska Brantner sieht in der gescheiterten Kandidatur eine Niederlage für Merz und Wadephul. Das Ergebnis könne jedoch niemanden überraschen, sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: »Deutschland hat in den vergangenen Monaten viel Vertrauen auf der internationalen Bühne verspielt.
« Linkenchefin Ines Schwerdtner sprach von einer »Schlappe für den sogenannten Außenkanzler Friedrich Merz«.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





