
USA: Harvard University beschränkt die Zahl der Bestnoten - mit einer Quote
Gegen »A«-Schwemme Harvard University beschränkt die Zahl der Bestnoten – mit einer Quote Mehr als die Hälfte der Bachelor-Absolventen beenden das Harvard College mit einem »A«. Doch nun wollen Harvards Lehrkräfte...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Gegen »A«-Schwemme Harvard University beschränkt die Zahl der Bestnoten – mit einer Quote Mehr als die Hälfte der Bachelor-Absolventen beenden das Harvard College mit einem »A«. Doch nun wollen Harvards Lehrkräfte Schluss mit der Noteninflation machen: Mit einer radikalen neuen Regel, die den Studierenden gar nicht gefällt. Von Claus Hecking, Cambridge 20.
41 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (5 Minuten) 5 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Abschlussfeier in Harvard 2025: Endet bald die »A«-Schwemme?
Die Einzelheiten
Foto: Cj Gunther / EPA aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier. War die Zusammenfassung hilfreich?
Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Es nach Harvard zu schaffen, ist bekanntlich schwer. Aber wer einmal auf Amerikas berühmteste Eliteuniversität aufgenommen ist, hat nicht mehr viel zu befürchten.
98 Prozent der Studierenden schaffen ihren Bachelor-Abschluss – und sage und schreibe 60 Prozent der Absolventen erhielten 2025 sogar die Bestnote »A«, was ungefähr einer deutschen »1« entspricht. Jahrelang ist die »A«-Quote in Harvard weiter und weiter gestiegen. Aber nun soll Schluss sein mit der Noteninflation.
Was Experten sagen
Die Professoren- und Dozentenschaft der »Ivy League«-Uni in Cambridge bei Boston beschlossen, die Vergabe von Höchstnoten in Bachelor-Studiengängen drastisch zu beschränken. Vom nächsten Jahr an dürfen pro Kurs nur noch höchstens 20 Prozent der Teilnehmer plus vier weitere Studierende ein »A« bekommen. Bei einem Kurs mit 100 Teilnehmern wären also maximal 24 »A«, bei 50 Hörern höchstens 14 »A« erlaubt.
458 Harvard-Lehrkräfte votierten für diese neue Regel, die bei den Studierenden höchst unpopulär ist. Mit diesem Beschluss stemmen sich die Professorinnen und Professoren gegen die ausufernde Notenflut in Harvard – die sie selbst mitverursacht haben. Lag der »A«-Anteil 2005 noch bei 24 Prozent, waren es 2015 bereits 40 Prozent – und zehn Jahre später bei 60 Prozent.
Auch in weiteren US-Elitehochschulen wie Princeton oder Yale oder anderen Universitäten werden massenhaft Bestnoten vergeben. Eine Dozentin erzählte dem SPIEGEL, sie traue sich kaum noch, schlechte oder mittlere Noten zu vergeben, um keine Studierenden vom Besuch ihrer Kurse abzuschrecken. Die Harvard-Lehrkräfte schränken sich nun selbst kollektiv ein.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





