
Vertrag von Enschede: Jetzt dürfen deutsche Spezialkräfte Kriminelle bis in die Niederlande verfolgen
Vertrag von Enschede : Jetzt dürfen deutsche Spezialkräfte Kriminelle bis in die Niederlande verfolgen Von Thomas Gutschker, Brüssel 29.06.2026, 16:48Lesezeit: 3 Min. Auf frischer Tat: Screenshot aus einem...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Vertrag von Enschede : Jetzt dürfen deutsche Spezialkräfte Kriminelle bis in die Niederlande verfolgen Von Thomas Gutschker, Brüssel 29. 2026, 16:48Lesezeit: 3 Min. Auf frischer Tat: Screenshot aus einem Überwachungsvideo zeigt Geldautomatensprenger am 8.
März 2024 in DüsseldorfdpaBerlin und Den Haag wollen Spezialeinheiten über die Grenze hinweg einsetzen. Es geht um die Verfolgung von Terroristen und organisierter Kriminalität. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Jahrelang waren Angriffe auf Geldautomaten in Deutschland an der Tagesordnung, allein 2022 wurden fast 500 Automaten gesprengt.
Die Einzelheiten
Der Schwerpunkt lag im Westen Deutschlands, insbesondere in Nordrhein-Westfalen – und die Täter kamen oft aus den Niederlanden. Das stellte die Ermittler vor neue Herausforderungen. Ende 2024 vereinbarten Berlin und Den Haag eine engere Zusammenarbeit ihrer Polizeikräfte.
Ein Ziel damals: Spezialeinheiten der Polizei sollten auf beiden Seiten der Grenze eingesetzt werden. Beim Treffen des niederländischen Ministers für Justiz und Sicherheit, David van Weel, und Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) am Abend in Berlin, wollen sie in dieser Angelegenheit Vollzug melden und eine Ergänzung zum Abkommen von Enschede beschließen. Dieser bilaterale Vertrag regelt seit 2005 die Zusammenarbeit der deutschen und der niederländischen Polizei.
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Der F. erläuterte van Weel, ein rechtsliberaler Politiker, die Idee vor dem Treffen so: „Sowohl Terroristen als auch besonders gefährliche Mitglieder der organisierten Kriminalität können die Grenze nutzen, um einer polizeilichen Verfolgung zu entkommen.
Was Experten sagen
“ Deshalb sei es bei solchen besonders gefährlichen Personen natürlich äußerst wichtig, dass man sie über die Grenze hinweg verfolgen kann, sagte van Weel weiter. Das soll nun auch für Spezialeinheiten möglich werden. Schon jetzt dürfen reguläre Polizeistreifen Täter über die Landesgrenze hinweg verfolgen, wenn sie diese auf frischer Tat ertappt haben.
Spezialkräfte werden dagegen oft gezielt und geplant eingesetzt, um Kriminelle festzunehmen, Objekte zu durchsuchen und Beweismaterial sicherzustellen. Das war bisher nicht möglich. Sprengstoff aus Osteuropa wird über Deutschland geschmuggeltDie Angriffe auf Geldautomaten, die von organisierten Gruppen unternommen wurden, sind für den Minister eine Herausforderung.
Er verwies zudem auf „den Schmuggel von Sprengstoff, der in vielen Fällen aus dem Osten stammt und dann in den Niederlanden verarbeitet wird, um Häuser in Brand zu setzen“. Allein im vorigen Jahr habe es mehr als tausend solche Fälle in seinem Land gegeben. Dabei geht es in der Regel um sogenannte Cobra-Böller, die aus Polen stammen und sowohl in Deutschland als auch in den Niederlanden verboten sind.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





