
Verzicht auf Smartphone könnte Wohlbefinden von Kindern verbessern
46.000 ausgewertete Fragebögen Verzicht auf Smartphone könnte Wohlbefinden von Kindern verbessern Wie geht es Kindern und Jugendlichen, die drei Wochen kaum noch Zeit am Handy verbringen? Ein Forschungsteam hat das...
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. 000 ausgewertete Fragebögen Verzicht auf Smartphone könnte Wohlbefinden von Kindern verbessern Wie geht es Kindern und Jugendlichen, die drei Wochen kaum noch Zeit am Handy verbringen? Ein Forschungsteam hat das untersucht und herausgefunden: Viele schlafen besser und fühlen sich ausgeglichener. 50 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (5 Minuten) 5 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Ein Mädchen liegt auf dem Sofa und ist am Handy (Symbolbild) Foto: Irina Pavlova / Zoonar / IMAGO Weniger Zeit am Handy könnte Schlafstörungen sowie depressive Symptome von Kindern verringern und gleichzeitig das psychische Wohlbefinden steigern. Darauf deutet eine Untersuchung des österreichischen Anton-Proksch-Instituts hin, die gemeinsam mit dem TV-Sender »ORF« durchgeführt wurde.
Die Einzelheiten
Das Team um den Psychologen Oliver Scheibenbogen befragte dafür gut 46. 000 Kinder und Jugendliche aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und Südtirol in Italien:Etwa 32. 000 Kinder und Jugendliche verzichteten im Rahmen der Untersuchung drei Wochen ganz auf ihre Smartphones oder durften sie nur in beschränktem Ausmaß nutzen.
Etwa, um zu telefonieren oder Nachrichten zu schreiben. Das Forschungsteam verglich die Ergebnisse dieser Gruppe mit Aussagen von rund 14. 000 Kindern, die einer Kontrollgruppe angehörten und ihr Smartphone weiterhin uneingeschränkt nutzten.
Befragt wurden die Kinder und Jugendlichen vor dem Experiment, am Ende davon und fünf Wochen, nachdem sie wieder mit der Nutzung begonnen hatten. Dabei füllten sie anonym wissenschaftliche Fragebögen zu ihrer Stimmung, ihrem Schlaf, Wohlbefinden und ihren Umgang mit dem Handy aus. Die Untersuchung zeigt also nur, wie sich die Kinder und Jugendlichen innerhalb eines kurzen Zeitraums gefühlt haben.
Was Experten sagen
Selbstauskünfte aus Fragebögen sind zudem mit Unsicherheiten behaftet, weil die Aussagen von Erwartungen beeinflusst werden und damit verzerrt sein können. Auch einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Handynutzung und psychischem Wohlergehen beweist die Studie nicht, denn auch viele andere Faktoren wie etwa Bewegung oder Ernährung können darauf Einfluss nehmen. Dennoch liefert die Untersuchung einen Einblick in das Befinden von Kindern und Jugendlichen, die auf das Smartphone verzichteten.
Unmittelbar nach den drei Wochen zeigten sich demnach folgende Veränderungen:Bei der ersten Befragung gaben 58 Prozent der Teilnehmenden an, leichte bis mittelgradige Symptome einer Depression zu verspüren. Acht Prozent der Kinder und Jugendlichen waren eigenen Angabe zufolge von mittelgradig schweren Symptomen betroffen, drei Prozent von schweren. Nach drei Wochen sanken leichte bis mittelgradige Symptome einer Depression um rund zehn Prozent.
Auch die Symptome von schweren Depressionen gingen von 2,9 auf 1,7 Prozent zurück.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





