
Vor Warkens reform im Kabinett: Was tun gegen unbezahlbare Pflege?
Vor Warkens reform im Kabinett : Was tun gegen unbezahlbare Pflege? Von Christian Geinitz, Berlin 14.07.2026, 19:01Lesezeit: 3 Min. Abkühlung erwünscht: In der Diskussion um die Pflege geht es heiß her.dpaEin Heimplatz...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Vor Warkens reform im Kabinett : Was tun gegen unbezahlbare Pflege? Von Christian Geinitz, Berlin 14. 2026, 19:01Lesezeit: 3 Min.
Abkühlung erwünscht: In der Diskussion um die Pflege geht es heiß her. dpaEin Heimplatz kostet im Durchschnitt 3364 Euro im Monat – und mit der Pflegereform wird es für die Bewohner wohl noch teurer. Das liegt am teuren Pflegepersonal und daran, dass sich die Länder verweigern.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Der Bundestag ist schon in der Sommerpause, die Regierung bisher nicht. Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will noch vor den Kabinettsferien ihren Entwurf eines Pflegeneuordnungsgesetzes (PNOG) durch die Ministerrunde bringen. Die letzten Chancen dafür bestehen am 22.
Eine Reform ist dringend nötig, denn die Lage in der Pflege sieht noch düsterer aus als in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), zu der Warken gerade mit Ach und Krach ein Beitragssatzstabilisierungsgesetz durchs Parlament gebracht hat. In der GKV werden 2027 rund 18,8 Milliarden Euro fehlen, fünf Prozent der Einnahmen von 2025. In der viel kleineren Sozialen Pflegeversicherung (SPV) ist das Finanzloch, relativ betrachtet, doppelt so tief: Laut Warkens Entwurf beträgt es 7,6 Milliarden Euro, zehn Prozent der Einnahmen von 2025.
Der tatsächliche Finanzbedarf, um die Pflege zu stabilisieren, etwa durch den Aufbau von Finanzpuffern, erreicht 2027 sogar 11,3 Milliarden Euro. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Warken will konstanten Beitragssatz – aber nicht für KinderloseWarken will mit Mehreinnahmen und Minderausgaben gegenhalten und den allgemeinen Beitragssatz von 3,6 Prozent konstant halten.
Was Experten sagen
Kinderlose sollen aber mehr zahlen. Zudem wird die Beitragsbemessungsgrenze, bis zu der die Abgaben anfallen, stark erhöht. Minijobs sind künftig beitragspflichtig, die kostenfreie Mitversicherung von Partnern wird eingeschränkt.
Geplant ist auch, Bundesdarlehen zu strecken, die Rentenbeiträge für pflegende Angehörige zu verringern, den Zugang zu den Pflegegraden zu erschweren und einige Leistungen zurückzufahren. Änderungen wird es bei den Leistungszuschlägen in Heimen geben, mit denen die Kassen je nach Aufenthaltsdauer zwischen 15 und 75 Prozent der reinen Pflegekosten bezuschussen. Künftig dauert es länger, in die nächsthöhere Zuschussgruppe für diese sogenannten Einrichtungseinheitlichen Eigenanteile (EEE) aufzusteigen.
Die 75 Prozent winken erst nach viereinhalb statt nach drei Jahren. Beides läuft aus dem Ruder: Beiträge und EigenanteileDas ist das Besondere an den Pflegekassen: Sie sind nur als Teilversicherung gedacht, sollen also nicht alle Risiken absichern. Deshalb wird ein Selbstbehalt erwartet.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





