
Vorwerk mit Umsatzrekord: Was hinter dem Thermomix-Hype steckt
Vorwerk mit Umsatzrekord : Was hinter dem Thermomix-Hype steckt Von Nadine Bös 21.05.2026, 22:23Lesezeit: 4 Min. Umsatzbringer: die wiegende, zerkleinernde und kochende Küchenmaschine ThermomixVorwerkAuf der ganzen Welt...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Vorwerk mit Umsatzrekord : Was hinter dem Thermomix-Hype steckt Von Nadine Bös 21. 2026, 22:23Lesezeit: 4 Min. Umsatzbringer: die wiegende, zerkleinernde und kochende Küchenmaschine ThermomixVorwerkAuf der ganzen Welt ist Krise, aber das Familienunternehmen Vorwerk aus Wuppertal meldet einen Verkaufs- und Umsatzrekord.
Welche Mechanismen hinter dem Boom stecken und warum er endlich sein könnte. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Kriege und geopolitische Krisen, Billigkonkurrenz aus Asien, allgemeine Kaufzurückhaltung – doch die Menschen kaufen in Massen eine Küchenmaschine für mehr als 1500 Euro. So lässt sich wohl in einem Satz der Hype beschreiben, der um den Thermomix TM7 entstanden ist, ein im vergangenen Jahr neu auf den Markt gebrachtes Modell des Kochgeräts des Wuppertaler Familienunternehmens Vorwerk.
Die Einzelheiten
Der Haushaltsgerätehersteller habe im Jahr 2025 so viele Thermomix-Maschinen verkauft wie nie zuvor, berichtete Vorstandschef Thomas Stoffmehl am Donnerstag in einer Pressekonferenz. Mehr als 1,4 Millionen Kochgeräte setzten die Wuppertaler im Vorjahr ab und gut eine Million davon waren das neue Modell. Im Jahr davor hatte Vorwerk gut 1,2 Millionen der Küchenmaschinen verkauft.
Stoffmehl sprach von einem „außergewöhnlich starken Geschäftsjahr“ und der „erfolgreichsten Produkteinführung bei Vorwerk aller Zeiten“. Angetrieben von den guten Resultaten des Thermomix erzielte das Unternehmen auch insgesamt einen Umsatzrekord und steigerte seine Erlöse verglichen mit dem Jahr zuvor um 14 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro. Auch der Gewinn lag mit knapp 105 Millionen Euro höher als im Jahr 2024, als Vorwerk 99 Millionen erzielte.
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Direktvertrieb ist im AufwindAndere Familienunternehmen jammern über hohe Teile- und Energiepreise, Handelshemmnisse, Lieferkettenschwierigkeiten und Krisenstimmung. Vorwerk landet einen internationalen Volltreffer mit einem Gerät, das auf den ersten Blick nicht nach Hexenwerk klingt.
Was Experten sagen
Es zerkleinert Lebensmittel, wiegt, knetet, mischt, erhitzt und zeigt auf einem Display Zutaten und Anweisungen an. In Deutschland gab es im Jahr 2025 zum Teil monatelange Lieferzeiten für einen Thermomix. Der „Berliner Kurier“ hatte sogar den Vergleich mit Wartezeiten auf einen Trabi in der DDR nicht gescheut.
Vorwerk funktioniere „bewusst anders“ als viele andere Unternehmen, sagte Stoffmehl. Gemeint sein dürfte damit vor allem der konsequente Direktvertrieb. Selbständige Beraterinnen und Berater veranstalten auf Provisionsbasis Kochpartys und führen die Funktionen der Maschine vor.
„Gerade in einer zunehmend digitalen Welt sehen wir sehr deutlich, dass Menschen weiterhin Orientierung, Vertrauen und persönliche Erfahrungen suchen“, sagte Stoffmehl. Nicht nur bei Vorwerk ist das Modell Direktvertrieb im Aufwind. Generell ist diese Vermarktungsart in den vergangenen Jahren stetig gewachsen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




