
Wadephul lehnt Kürzung der deutschen Uno-Beiträge ab
Nach Blamage in New York Wadephul lehnt Kürzung der deutschen Uno-Beiträge ab Es war eine herbe Niederlage für den Außenminister. Doch auch nach der missglückten deutschen Bewerbung für den Uno-Sicherheitsrat will...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Nach Blamage in New York Wadephul lehnt Kürzung der deutschen Uno-Beiträge ab Es war eine herbe Niederlage für den Außenminister. Doch auch nach der missglückten deutschen Bewerbung für den Uno-Sicherheitsrat will Johann Wadephul von niedrigeren Zahlungen an die Vereinten Nationen nichts wissen. 18 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Deutscher Außenminister Johann Wadephul beim Besuch der Wallfahrtskirche Basilika Unserer Lieben Frau von Guadalupe am Rande von Mexiko-Stadt (am 4. Juni) Foto: Michael Kappeler / dpa Bisher war Deutschland noch nie durchgefallen.
Die Einzelheiten
Entsprechend irritiert sind die Reaktionen auf die gescheiterte Kandidatur des Landes für den Uno-Sicherheitsrat (mehr hier). Trotz der Klatsche in New York warnt Außenminister Johann Wadephul vor überzogenen Konsequenzen. Der CDU-Politiker hat Vorschlägen widersprochen, Gelder für die Vereinten Nationen zu kürzen.
Über die Höhe des finanziellen Engagements entscheide das Parlament, aber er sei dafür, »dass wir bei den Uno genauso engagiert bleiben wie bisher«, er auf eine entsprechende Frage einer Journalistin. Wadephul traf in Mexiko-Stadt seinen Amtskollegen Roberto Velasco. »Die Vereinten Nationen bleiben für uns die entscheidende Institution auf internationaler Ebene, die sich für Frieden, für Menschenrechte und für internationale Sicherheit einsetzt«, sagte Wadephul.
Deutschland bleibe im Uno-System voll engagiert »und wir setzen weiter auf die Uno als unseren Friedensrat«. Es gebe keine Institution, die über eine größere Legitimität verfüge als die Uno, wenn es um die Lösung von Krisen und Konflikten gehe. Deutschlands Bewerbung um einen Sitz im Uno-Sicherheitsrat ist an der Kluft zwischen propagierten Werten und außenpolitischer Wirklichkeit gescheitert.
Was Experten sagen
Mehr im SPIEGEL-Leitartikel hier . Hessens Staatsminister für Internationales, Manfred Pentz (CDU), hatte zuvor infolge der gescheiterten Sicherheitsrats-Kandidatur eine Kürzung der deutschen Gelder für die Uno ins Gespräch gebracht. Pentz hatte der »Bild« gesagt: »Wenn wir künftig dort nicht den Einfluss haben, der uns zusteht, stellt sich die Frage: Warum sollten wir dann weiterhin so viel Geld in die Uno investieren?
« (Mehr Reaktionen finden Sie hier. ) Deutschland war am Mittwoch bei der Wahl in der Uno-Generalversammlung gegen die Mitbewerber Österreich und Portugal durchgefallen. Deutschland war bereits sechs Mal im Sicherheitsrat vertreten, zuletzt 2019 und 2020.
Durchgefallen war Deutschland zuvor noch nie. Einer der größten Geldgeber heißt Deutschland Die Bundesrepublik zählt zu den größten Geldgebern der Uno, gilt als verlässlicher Zahler, was auf viele der 193 Mitgliedstaaten nicht zutrifft.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





